Oberstufenzentrum Lise Meitner bekommt neue Gebäude - und wächst

Der Neubau des OSZ Lise Meitner entsteht an der Lipschitzallee 25, dahinter ist das alte Gebäude der Schule an der Rudower Straße 184 zu sehen. Foto: Sylvia Baumeister
Berlin: Oberstufenzentrum Lise Meitner |

Gropiusstadt. An der Lipschitzallee 25 entsteht ein neues Schulgebäude für das Oberstufenzentrum Lise Meitner. Nach seiner Fertigstellung im Sommer 2018 soll es 1500 Schülern in den Bereichen Chemie, Physik und Biologie beste Möglichkeiten zum Lernen bieten.

Die heutige Schule liegt an der Rudower Straße 184. Der Neubau, der der größte Schulneubau Berlins ist, wird nur wenige Meter entfernt errichtet - an der Lipschitzallee, dort, wo früher das asbestverseuchte Gebäude der Clayschule stand.

Das Büro Numrich, Albrecht und Klumpp hatte 2012 mit seinem Entwurf die Jury überzeugt. Geplant sind transparente Gebäude, eine Freitreppe und Räume, in denen sich neue pädagogische Konzepte realisieren lassen.

Auch soll das Oberstufenzentrum Lise Meitner gewaltig wachsen: Während hier derzeit 830 Schüler unterrichtet werden, sollen es künftig rund 1500 sein.

Das Oberstufenzentrum hat eine besondere Bedeutung: Es ist das einzige in Berlin-Brandenburg, das das gesamte Berufsfeld Chemie, Physik und Biologie abdeckt. Es bietet sowohl eine duale Berufsausbildung als auch vollschulische Bildung mit Gymnasium, Fachoberschule und Berufsfachschule. Hier werden also viele Nachwuchs-Fachkräfte für Industrie, Forschung und Wissenschaft ausgebildet.

Deshalb sieht der Senat die Baukosten in Höhe von 52,9 Millionen Euro, die aus dem Programm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) kommen, als wertvolle Investition in die Zukunft. "Wir haben einen Fachkräftemangel in den MINT-Bereichen und müssen junge Menschen motivieren, in diese Berufe zu gehen", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bei der Grundsteinlegung am 24. März - wobei "MINT" für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik steht. Und so lobte die Senatorin auch ausdrücklich das breite Spektrum der Bildungsgänge am Oberstufenzentrum und den Bezug zur Praxis und Wirtschaft.

Für Bildungsstadträtin Franziska Giffey (SPD) ist der Neubau auch ein wichtiger Schritt bei der Realisierung des "Campus Efeuweg", zu dem neben Grund- und Sekundarschule auch das Oberstufenzentrum gehören wird.


Sylvia Baumeister / SB
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