Ausstellung mit historischen Fotos

Charlottenburg. Eine Ausstellung mit historischen Tierfotos des Afrikaforschers Hans Schomburgk ist im Affenhaus des Zoos zu sehen.

Hans Schomburgk (1880-1967) war einer der letzten Europäer, der den Namen Afrikaforscher noch zu Recht tragen durfte. Seit seinem 18. Lebensjahr reiste, lebte, arbeitete und forschte der gebürtige Hamburger auf dem afrikanischen Kontinent. Hier machte er sich mit zahlreichen wissenschaftlichen Entdeckungen einen international anerkannten Namen. Als Wiederentdecker der Zwergflusspferde in Liberia ist er auch für den Berliner Zoo bedeutsam. Er brachte von seinen Reisen 1913 das erste Weibchen mit und 1924 auch den ersten Bullen. Von 1945 bis 1956 wirkte er als Mitglied des Aufsichtsrates des Zoologischen Gartens Berlin. Auch seinen Lebensabend verbrachte er in der Hauptstadt.Die Enkeltochter von Hans Schomburgk, Jutta Niemann, hatte dem Zoo angeboten, wieder aufgetauchtes Bildmaterial auszustellen. Diese digitalisierten, teils handkolorierten Aufnahmen auf Glasplatten werden nun im Affenhaus gezeigt. Einige der Bilder wurden zum ersten Mal 1910 in dem Buch "Wild und Wilde im Herzen Afrikas" veröffentlicht. Anfangs fotografierte der ehemalige Großwildjäger Schomburgk mit sehr einfachen Kameras in teils feuchtwarmer Hitze im Urwald oder im Busch ohne Belichtungsmesser und Teleobjektiv. Schomburgk gilt auch als einer der erfolgreichsten Pioniere des Dokumentarfilms.

Die Ausstellung ist bis 31. Dezember von 9 bis 17 Uhr geöffnet, weitere Informationen: www.zoo-berlin.de.

Klaus Tessmann / KT
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