1800 Tiere brauchen ein Zuhause

Falkenberg. Im Tierheim Berlin droht der Pflegenotstand: Vor allem die Unterkünfte für Katzen und Kleintiere sind hoffnungslos überfüllt. Das Tierheim muss derzeit allein 800 Katzen versorgen.

"Wir steuern neue Rekordzahlen an", sagt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin. Er leitet das größte Tierheim Europas, das am Hausvaterweg 29 zu finden ist. Aktuell sei jedoch auch seine Einrichtung an der Kapazitätsgrenze angelangt, so Apel.

Rund 1800 Schützlinge hat das Tierheim derzeit zu versorgen. Besonders in den Katzenhäusern herrscht schon jetzt der Ausnahmezustand. Bereits Anfang Juli meldete das Tierheim, dass mit rund 700 Katzen der Platz bald ausgeschöpft sei. In den vergangenen Wochen kamen nun aber noch einmal 100 neue Stubentiger dazu. Grund: Mitarbeiter des Veterinäramtes hatten mehrere Wohnungen geräumt, in denen sie verwahrloste Katzen fanden. Die muss das Tierheim nun zusätzlich versorgen.

"Jetzt sind tierliebe Berliner gefragt, die unseren Schützlingen ein neues Zuhause geben können", so die Bitte von Wolfgang Apel.

Aber nicht nur Katzenfreunde werden gesucht. Denn auch das Kleintierhaus "Bugs Bunny" platzt mit fast 200 quirligen Bewohnern aus allen Nähten. Besonders für Kaninchen und Meerschweinchen sucht das Tierheim ein neues Zuhause.

Neben den unvorhergesehenen Wohnungsräumungen sind es vor allem die Tierhalter selbst, die fürs überfüllte Asyl am Hausvaterweg sorgen. Denn etliche Großstädter wollen ihre vier- oder auch zweibeinigen Freunde kurz vorm Urlaubsbeginn lieber ganz loswerden, als für eine kostspielige Ersatzpflege und -unterkunft zu sorgen. Das Tierheim Berlin nimmt daher in jedem Sommer unzählige Fundtiere auf, die in seine Sammelstelle gebracht wurden.

Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.tierschutz-berlin.de.

Karolina Wrobel / KW
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