Es fehlt an Geld und Personal für Instandhaltung und Sanierung

Friedenau. Schon seit Monaten sind zwei der zwölf Friedenauer Turnhallen geschlossen.

Schäden an der Deckenkonstruktion der historischen Doppelhalle der Stechlinsee-Grundschule und ein schweres Unwetter im Sommer 2013, das der oberen Turnhalle an der Schwalbacher Straße zusetzte, führten zu deren Schließung am 5. August 2013 und zur kompletten Schließung der Doppelhalle am 30. September 2014. Betroffen sind 1700 Kinder der Grundschule sowie des Paul-Natorp- und des Rheingau-Gymnasiums. Sie müssen sich gegenwärtig drei kleine Hallen teilen.

Ebenfalls betroffen von war der Sportverein Friedenauer TSC. Nach Schließung der Grundschul-Sporthalle entfielen dort die vereinbarten wöchentlichen 20 Hallenzeiten mit insgesamt gut 27 Trainingsstunden. Mittlerweile kann der TSC aber in der Doppelsporthalle der Ruppin-Grundschule jede Woche 25 Trainingsstunden anbieten.

Für Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) ist der Zustand einiger Schulgebäude und Sporthallen "besorgniserregend". Geld und Personal reichten vorn und hinten nicht aus, um die Liegenschaften ständig in Schuss zu halten. Und Unvorhergesehenes ist nicht vorgesehen. Der Fall an der Schwalbacher Straße wiegt schwer. Der Wassereinbruch in die obere Turnhalle hat Schäden in Höhe von 2,7 Millionen Euro verursacht.

1,4 Millionen Euro nötig

Der Bezirk prüft nun, ob die Sporthalle nicht in das Schul- und Sportstättensanierungsprogramm des Senats aufgenommen werden kann. Bis zur Übergabe der sanierten Stechlinsee-Schulturnhallen können aber mindestens zweieinhalb Jahre vergehen. Eine grundlegende Sanierung würde 1,4 Millionen Euro kosten. Auch auf eine einigermaßen wiederhergestellte Halle wird die Grundschule noch bis nach den Sommerferien in diesem Jahr warten müssen.

Martina Zander-Rade will die Probleme nicht allein bei der Bezirkspolitik sehen. Die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Bezirk weist darauf hin, dass Berlin Tempelhof-Schöneberg für den Unterhalt aller bezirkseigener Gebäude jedes Jahr nur zehn Millionen Euro und für Investitionen nur 5,5 Millionen Euro überweist.


Karen Noetzel / KEN
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