Bürgermeister gibt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt auf

Friedrichshain-Kreuzberg. Bürgermeister Dr. Franz Schulz (Bündnis 90/Grüne) steht im Sommer nicht für eine Fortsetzung seiner Amtszeit zur Verfügung. Der Grund sind "schwerwiegende gesundheitliche Gründe".

Im August wird Schulz 65 Jahre alt. Damit hätte er eigentlich die Altersgrenze erreicht. Noch zu Beginn des Jahres hatte er aber angekündigt, dass er über dieses Datum hinaus Bürgermeister bleiben möchte und sich der Bezirksverordnetenversammlung einer erneuten Wahl bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2016 stellen werde. Wegen seiner Krankheit nimmt er davon jetzt Abstand."Für mich kam der Befund völlig überraschend. Erst in solchen Momenten merkt man, wie wichtig Gesundheit ist", sagt Franz Schulz. Er widersprach damit gleichzeitig Vermutungen, seine Amtsaufgabe habe vielleicht etwas mit aktuellen Schwierigkeiten, etwa den Auseinandersetzungen an der East Side Gallery zu tun. "So etwas hat es immer wieder gegeben und davor bin ich nie weggelaufen." Er werde auch in den kommenden Wochen versuchen, noch einige aktuelle Probleme zu lösen.

Franz Schulz war bereits zwischen 1996 und 2000 Bürgermeister von Kreuzberg. Nach der Fusion mit Friedrichshain amtierte er ab 2001 zunächst als Baustadtrat, seit 2006 ist er Bürgermeister des Gesamtbezirks. Bei den Wahlen 2011 holten die Grünen mit ihm als Spitzenkandidaten 35,5 Prozent der Stimmen.

Favoritin für die Nachfolge auf dem Chefsessel im Rathaus ist wohl Jugend-, Kultur- und Gesundheitsstadträtin Monika Herrmann (B90/Grüne). Die 48-Jährige gilt schon lange als Kandidatin für dieses Amt. „Ich werde mich dafür bewerben“, bekräftigte Herrmann. Sie würde als Bürgermeisterin voraussichtlich ihre bisherigen Ressorts behalten. Natürlich sind auch noch weitere Bewerbungen möglich.

Neu ins Bezirksamt könnten die Grünen ihre Fraktionsvorsitzende Jana Borkamp (29) schicken. Möglicherweise übernimmt sie den Bereich Personal und Finanzen, der zuletzt von Franz Schulz verantwortet wurde. Die Abteilung Stadtplanung könnte dann dem Parteifreund und Baustadtrat Hans Panhoff zugeschlagen werden.


Thomas Frey / tf
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