Club Yaam kann an die Schillingbrücke

Friedrichshain. Dem Umzug des Clubs Yaam von seinem bisherigen Grundstück an der Mühlenstraße zur Schillingbrücke steht nichts mehr im Weg.

Am 14. Dezember beschloss der Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds (Lifo) dieses Gelände an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zurückzugeben. Das war die Voraussetzung, damit der Bezirk die Fläche an das Yaam übergeben kann.Wie berichtet muss der Club seinen bisherigen Standort verlassen, weil der Eigentümer, die spanische Firma Urnova das Areal verkaufen möchte. Dort soll ein Wohn- und Gewerbequartier entstehen. Die Urnova hatte im Oktober eine Kündigung gegenüber dem Yaam ausgesprochen, die eigentlich spätestens nach 60 Tagen wirksam werden sollte. In Verhandlungen mit dem Bezirk und dem Senat ließ sich das Unternehmen von einer schnellen Räumung abbringen, auch weil parallel dazu das Ersatzgrundstück ins Spiel gebracht wurde.

Allerdings wird der Umzug frühestens zum 31. Januar 2014 möglich. So lange hat der Club MAGDAlena an der Schillingbrücke noch ein Bleiberecht. Das bedeutet, die Urnova müsste einen Verbleib des Yaam auf ihrem Grundstück noch möglichst das ganze Jahr 2013 über akzeptieren. Darauf hoffen auch die Clubbetreiber. "Wir gehen davon aus, dass uns die Urnova einen fairen Übergang ermöglicht und wir erst gegen Ende des Jahres das Gelände räumen müssen", heißt es in einer ersten Stellungnahme. Auch Bürgermeister Dr. Franz Schulz sieht dafür gute Chancen. "Die Entscheidung des Lifo-Aufsichtsrats war dafür ein ganz wichtiger Schritt." Denn damit habe die Urnova jetzt eine Garantie, dass das Yaam ihre Fläche wirklich verlässt. Gleichzeitig, so der Bürgermeister, sei dort mit einem Baubeginn binnen der kommenden zwölf Monate kaum zu rechnen.


Thomas Frey / tf
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