Das Bezirksamt will weitere Büroflächen aufgeben

Friedrichshain. Bereits seit gut einem Jahr läuft im Bezirksamt ein Umzugsprogramm. Verwaltungsstellen sollen an andere Standorte verlegt und dadurch Büroräume eingespart werden.

Zumindest auf dem Papier soll das Umzugskarussell jetzt noch weiter forciert werden. Denn geplant ist inzwischen, im Rathaus Friedrichshain an der Frankfurter Allee weitere Flure leer zu räumen. Die Mitarbeiter dort sollen aber nicht auf andere Gebäude verteilt werden, sondern nur enger zusammenrücken."Wenn wir in den kommenden Jahren wegen des Personalabbaus immer weniger Beschäftigte haben, brauchen wir auch nicht mehr alle bisherigen Räume", meint Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis90/Grüne), der Umzugsbeauftragte des Bezirksamtes. Natürlich sollen die einzelnen Abteilungen auch weiter in einem bestimmten Bereich konzentriert sein. Aber mehrere freie Zimmer auf verschiedenen Etagen könnten insgesamt ein gesamtes freies Stockwerk ergeben.

Dass die Bezirksverwaltung gerade im Rathaus Friedrichshain Kapazitäten aufgeben will, liegt daran, dass sie in diesem Gebäude Mieter ist und damit Geld einsparen könnte.

Die Vorgaben stoßen bei der Belegschaft natürlich nicht auf besonderen Beifall. Dort gibt es zahlreiche Argumente, warum ein Aufgeben von Räumlichkeiten eigentlich nicht möglich ist. "Und umziehen will ohnehin niemand gern", resümiert der Stadtrat.

Mit dem Beharrungsvermögen der Mitarbeiter hat er es bereits bei den großen Umzugsplanungen zu tun. Sie konnten deshalb bisher nur in kleinem Rahmen umgesetzt werden. Vorgesehen ist beispielsweise, den gesamten technischen Bereichs, also Hoch- und Tiefbau, Grünflächen- oder Vermessungsamt, im Rathaus Kreuzberg zu konzentrieren. Um Platz zu schaffen, müsste aber dort zunächst das Ordnungsamt ausziehen. Es soll im ehemaligen Rathaus Friedrichshain an der Petersburger Straße angesiedelt werden. Eine Idee, die die Mitarbeiter aber nicht besonders gut finden und sich dagegen sträuben. Ins Feld geführt werden dabei unter anderem die bessere Erreichbarkeit in Kreuzberg oder Sicherheitsbedenken am neuen Standort.


Thomas Frey / tf
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