Grundstück in der Holzmarktstraße geht an Kater-Holzig-Betreiber

Friedrichshain. Ein monatelanges Tauziehen ist überraschend beendet worden. Am 2. Oktober wurde der Kaufvertrag für das Grundstück an der Holzmarktstraße 19-30 unterzeichnet.

Künftige Nutzer der Fläche sind die Betreiber des Clubs Kater Holzig. Das Konsortium ist allerdings nicht der Käufer des Geländes, sondern erhält es in Form eines Erbbaupachtvertrags. Erworben hat das Areal eine Tochtergesellschaft der Schweizer Stiftung Abendrot. Abendrot ist eine Pensionskasse mit Sitz in Basel, die ihr Geld vor allem in ökologisch und kulturell sinnvolle Immobilienprojekte anlegt. Nach Angaben der BSR war das Angebot der Schweizer insgesamt das höchste im laufenden Bieterverfahren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Experten schätzen den Betrag auf rund 50 Millionen Euro. Eine Vergabe des Areals an Kater Holzig war zuletzt der Wunsch zahlreicher Akteure aus der Politik. Neben dem Bezirksamt und der BVV Friedrichshain-Kreuzberg sprachen sich auch Vertreter der Senatsparteien von SPD und CDU dafür aus. Vor allem für die Sozialdemokraten bedeutete die Holzmarktstraße eine Art Exempel für eine neue Liegenschaftspolitik. Sie fordern, dass beim Verkauf landeseigener Grundstücke nicht nur der Preis ausschlaggebend sein soll, sondern auch kulturelle, wirtschaftliche oder stadtentwicklungspolitische Ziele berücksichtigt werden sollen.

Die künftigen Pächter kommen auf ein ihnen bekanntes Grundstück zurück. Denn bis 2010 betrieben sie auf Teilen der Fläche die legendäre Bar 25. Wegen der Verkaufsabsichten der BSR mussten sie damals weichen. Ihre Pläne sehen an der Holzmarktstraße ein Quartier mit Studentenwohnungen einem Gewerbe- und Gründerzentrum, Hotel und Gastronomie und natürlich auch einem Club vor. Alles eingebettet in eine großzügige und öffentliche Grün- und Freifläche, zu der auch ein Gemeinschaftsgarten gehören soll.

Vorstellungen, die sich auch mit den Forderungen des Bezirks decken. Dort wurde auch ein öffentlicher Zugang zu diesem Bereich des Spreeufers verlangt. Wie der konkret aussehen wird, ist aber ein Thema der weiteren Verhandlungen.


Thomas Frey / tf
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