Obstbäume und Beerensträucher statt Zierpflanzen

Friedrichshain-Kreuzberg. Im Bezirk sollen künftig bei Neupflanzungen vor allem Bäume oder Sträucher gesetzt werden, die essbare Früchte tragen. Diese Forderung der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Paula Riester wurde am Mittwoch vergangener Woche im Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz und Immobilien einstimmig verabschiedet.

Ihr Antrag verlangt außerdem, dass dass Bezirksamt zusammen mit dem Ausschuss zunächst einen Workshop organisiert. Dort soll mit Fachleuten und Bürgern darüber diskutiert werden, welche Standorte dafür eventuell in Frage kommen und wie die Bevölkerung an dem Projekt beteiligt werden kann. Aus diesen Ergebnissen soll dann ein Konzept erstellt werden.

Riester verweist mit ihrer Idee auf Initiativen, die es in dieser Richtung bereits jetzt in Friedrichshain-Kreuzberg gibt. Zum Beispiel die Obstplantage im Görlitzer Park. Außerdem auf das Projekt "essbare Stadt", in Andernach in Rheinland-Pfalz. Dort setzt die Verwaltung seit 2010 statt Zierpflanzen verstärkt Bäume mit Früchten sowie Beeren, Tomaten- und Bohnenstauden. Die Bewohner können das Obst und Gemüse kostenlos pflücken. Ein ähnliches Vorgehen könnte sich auch in Friedrichshain-Kreuzberg nicht nur ökologisch und sozial, sondern auch pädagogisch als sinnvoll erweisen, meint die Grüne. "Gerade in der Innenstadt aufwachsende Kinder lernen auf diese Weise ganz neue Dinge kennen."

Außerdem habe sich in Andernach der Wechsel auf Nutzpflanzen als kostengünstigere Alternative herausgestellt, "Vielleicht lässt sich auch in unserem finanziell gebeutelten Bezirk dadurch Geld einsparen."


Thomas Frey / tf
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