Querung der Kynaststraße weiter tückisch

Erst nach dem Ausbau der Hauptstraße soll Fußgängern hier eine Ampel zu Verfügung stehen. (Foto: Schubert)

Friedrichshain. Mit guten Gründen und den richtigen Paragrafen fordern Bürger für eine Kreuzung am Ostkreuz eine Ampel ein. Die soll es nun tatsächlich geben, allerdings erst zum Ende der Bauarbeiten. Für eine Anlage in der Übergangszeit fehlt das Geld.

Kommt die Fußgängerampel an der Ecke Kynast- und Hauptstraße, oder kommt sie nicht? Man könnte sagen, die Zeichen dafür stehen auf gelb. Denn die Anwohner brauchen Geduld. So geht es aus einem Schreiben der Verkehrslenkung Berlin hervor (VLB), das der Anwohnerin Doris Nithammer nach mehrmaligen Anfragen zuging. "Die Lichtzeichenanlage soll im Zuge des durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veranlassten Ausbaus der Hauptstraße errichtet werden. Für Planung, Bau und Betrieb einer provisorischen Anlage stehen bedauerlicherweise keine finanziellen Mittel zur Verfügung", äußert sich darin ein Mitarbeiter der VLB. In der Zwischenzeit sollten Fahrzeugführer in besonderem Maße auf Passanten Rücksicht nehmen, heißt es weiter.Für Doris Nithammer und die Anwohner des Bahnhofs Ostkreuz auf der Lichtenberger Seite bedeutet dies, dass der Schulweg ihrer Kinder wohl noch monatelang riskant bleibt. "Quert man als Fußgänger die Kynaststraße, dann muss man sich nach drei Seiten umsehen. Man muss nicht nur den seitlichen Verkehr in der Kynaststraße beobachten, sondern auch beide Verkehrsrichtungen in der Hauptstraße - also den Verkehr hinter und vor sich", schildert Nithammer das Problem.

Die Nachricht der Verkehrslenkung erscheint den betroffenen Bürgern insofern merkwürdig, als es eine provisorische Ampel schon einmal gab. Bis März 2013 sei eine Anlage vorhanden gewesen, beschwert sich etwa Hans Pagel. Die Erklärung der Verkehrslenkung hierfür: Eine Baufirma habe sie damals vorübergehend aufgestellt - zur Absicherung der Arbeiten an der Eisenbahnbücke Alt-Stralau.


Thomas Schubert / tsc
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