Richtfest für die Mercedes-Vertriebszentrale

Harald Schuff (Mercedes), Henrik Thomsen (CA Immo) und Regula Lüscher (von links), ganz rechts: Prof. Uwe Frerichs, Geschäftsführer von omniCon-Baumanagement. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Die neue Vertriebszentrale von Mercedes-Benz ist jetzt im Rohbau fertig. Am Dienstag vergangener Woche wurde dort das Richtfest gefeiert.

Symbolisch für diese abgeschlossene Bauetappe gossen unter anderem Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Henrik Thomsen, Chef des Bauherrn, der CA Immo Berlin, und Harald Schuff, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Mercedes-Benz-Vertrieb den letzten Beton auf dem Dach des 50-Meter-Hochhauses an der Mühlenstraße. An das Hochhaus schließen sich entlang der Mariane-von-Rantzau-Straße drei weitere etwa halb so hohe Gebäude an.Seit dem Start der Arbeiten, der erst im November 2011 erfolgte, wurden hier mehr als 18 000 Kubikmeter Beton und 3500 Tonnen Stahl verbaut. In diesem Tempo soll es auch weiter gehen. Denn die Einweihung ist bereits für Mitte 2013, also in erneut weniger als zwölf Monaten vorgesehen.

Der Gebäudekomplex setze vor allem in ökologischer Hinsicht Maßstäbe, lobte Senatsbaudirektorin Lüscher. Denn sein Primärenergiebedarf liegt rund 26 Prozent unter den gesetzlichen Vorschriften. Erreicht wird das unter anderem durch eine energetische Gebäudehülle, der Nutzung von Grau- und Regenwasser sowie intelligente Lichtsysteme.

Trotz dieser ökologisch-korrekten Visitenkarte stieß der vom Architektenbüro Gewers und Pudewill konzipierte Neubau im Vorfeld auch auf Kritik im Bezirk. Vor allem den Aktivisten von "Mediaspree versenken" ist er nicht zuletzt wegen des Hochhauses ein Dorn im Auge. Denn das liegt weit über der vom Bürgerentscheid 2008 geforderten Maximalhöhe von 26 Meter. Maßgeblich war aber auch hier ein bereits vor zehn Jahren verabschiedeter Bebauungsplan, der diese Höhe erlaubt.

Mercedes-Vertriebschef Harald Schuff betonte immer wieder, dass seinem Unternehmen an einer guten Nachbarschaft mit dem umliegenden Kiez gelegen sei. Dafür stehe auch ein öffentlich zugänglicher Bereich, der im Erdgeschoss eingerichtet werde. Wohl fühlen sollen sich aber nicht zuletzt die 1200 Mitarbeiter, die in das Gebäude einziehen. Für sie gibt es dort unter anderem einen Fitnessraum.

Das Mercedes-Quartier ist das erste große Bauvorhaben auf dem Anschutz-Areal nach der 2008 eröffneten O2-World. Weitere werden jetzt folgen. Östlich der Halle beginnen in diesen Tagen die Arbeiten für einen Büro- und Hotelkomplex. Außerdem wurden am 10. September die Verträge für den Bau eines Shopping-Centers an der Warschauer Brücke unterzeichnet. Es soll ab kommendem Jahr entstehen.


Thomas Frey / tf
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