Die Sanierung des Kombibads ist im Juni abgeschlossen

Eine riesige Wasserrutsche steht nach der Sanierung des Kombibads Gropiusstadt am Nichtschwimmerbecken. (Foto: Sylvia Baumeister)

Gropiusstadt. Drei Jahre hat die Sanierung des großen Schwimmbads Gropiusstadt gedauert und viel mehr Geld verschlungen, als zuvor veranschlagt war. Dafür ist es jetzt aber so gut wie neu.

"Was lange währt, wird endlich gut" lautet ein altes Sprichwort. Auf das Kombibad Gropiusstadt trifft es zu. Die Sanierung dieses so wichtigen großen Hallen- und Freibades in der Lipschitzallee hat ein ganzes Jahr länger gedauert als geplant. Anfang Juni soll der Freibadbereich in der Gropiusstadt nun aber wieder öffnen. Grund für die Verspätung waren zusätzliche Baumaßnahmen. So sollten in der Gropiusstadt anfangs nur Dach, Lüftung und Fassade des Hallenbads saniert werden. Nach Absprache mit dem Senat und den Gremien entschieden sich die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) aber im Laufe der Bauarbeiten, in den Standort mehr zu investieren, um ihn für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Nun ist fast alles neu, insbesondere im Sommerbad.

Dessen Becken ist jetzt mit Edelstahl ausgekleidet. Ein neues Pilzhaus und Wasserfontänen zieren die Kinderplansche und am Nichtschwimmerbassin steht eine riesige Wasserrutsche. Innen wurden entgegen der Umkleide-, Dusch- und Sanitärbereich erneuert.

"Es war ein Kraftakt, alles zum Sommer fertig zu stellen", sagt Ole Bested Hensing, BBB-Vorstandsvorsitzender. Zudem sei aus den geplanten 7,3 Millionen Euro nun ein Betrag in zweistelliger Millionenhöhe geworden. "Die Abschlussrechnungen liegen uns noch nicht vor", so Hensing. Für den Badebetrieb könnte das eventuell Einschränkungen mit sich bringen. Denn die Personalkosten für insgesamt drei wieder in Betrieb gehende Bäder - neben dem Kombibad noch eines in Spandau und eines in Lichterfelde - können die BBB nicht mehr aufbringen. Hensing: "Wir sind gezwungen, jede Möglichkeit der Kosteneinsparung zu prüfen."

Das bedeutet, entweder übernimmt eine Fremdfirma die Personalbestückung oder andere Berliner Bäder müssten zeitweilig geschlossen werden. Hensing nennt eine weitere Alternative: "Wir stehen mit Vereinen wegen einer Übernahme zweier Bäder in Verhandlung."


Sylvia Baumeister / SB
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