Unfallschwerpunkt am Bahnhof Grünau wurde entschärft

Radfahrer haben jetzt vor dem Bahnhof Grünau einen gut markierten Bereich. (Foto: Ralf Drescher)

Grünau. Am Knoten Wassersportallee/Adlergestell/Richterstraße hat es immer wieder Unfälle gegeben. Besonders abbiegende Autofahrer waren beim Beachten des Gegenverkehrs überfordert. Jetzt ist der Knoten umgebaut worden.

Der Bezirk hat die zweiwöchigen Arbeiten, bei denen die marode Asphaltdecke abgefräst und durch eine neue Schicht ersetzt wurde, für eine Neuordnung der Spuren genutzt. Wer in Richtung Schmöckwitz fährt, muss jetzt beachten, dass jede der drei Spuren einer Fahrtrichtung vorbehalten ist. Links- und Rechtsabbieger haben ihre eigene Spur, für den Geradeausverkehr steht nur noch eine Spur zur Verfügung. "Da bisher auf zwei Spuren geradeaus gefahren werden durfte, kam es oft zu regelrechten Wettrennen bis an die Stelle, in der das Adlergestell wieder auf eine Spur je Fahrtrichtung eingeengt wird. Dort gab es mehrfach Unfälle", sagt Jürgen Papst, der Leiter des Fachbereichs Tiefbau im Bezirksamt.

Auf deutliche Verbesserungen dürfen sich die Radfahrer freuen. Die haben jetzt im Verkehrsknoten deutlich mit roter Farbe markierte Spuren und dazu Anforderungsknöpfe für separate Radlerampeln. Durch den markierten Bereich sollen sie besser von den Autofahrern wahrgenommen werden.

Während des zweiwöchigen Umbaus, der rund 150 000 Euro aus Unterhaltungsmitteln des Bezirks gekostet hat, gab es für den Verkehr in Richtung Bohnsdorf und Regattastraße großräumige Umleitungen. Die Unfallkommission bei der Verkehrslenkung Berlin zahlte einen Zuschuss für die erforderlichen Markierungsarbeiten. Für drei Monate wird die geänderte Verkehrsführung vor dem S-Bahnhof Grünau jetzt noch durch Schilder angezeigt.

Der Unfallkommission gehören neben Vertretern der Polizei und der oberen Straßenverkehrsbehörde auch Vertreter der bezirklichen Tiefbauämter an. Nach ihren Angaben gab es im vorigen Jahr in Berlin rund 130 000 Verkehrsunfälle, bei denen 16 353 Menschen verletzt und 37 getötet wurden.


Ralf Drescher / RD
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