Innenstadtring jetzt fertig: Von der Bernauer Straße zum Hauptbahnhof

Berlin: Hauptbahnhof |

Mitte. Zehn Jahre, nachdem der Senat seine Pläne für eine durchgehende Straßenverbindung zwischen Bernauer Straße und Invalidenstraße zum Hauptbahnhof vorgestellt hat, ist der sogenannte Innenstadtring jetzt in Betrieb.

Autos können von der Bernauer Straße über die Caroline-Michaelis-Straße und die neue Invalidenstraße nach Moabit fahren. Auch umgekehrt ist diese Verbindung in Betrieb. Bis Ende August werden noch Restarbeiten in der Invalidenstraße zwischen Gartenstraße und Caroline-Michaelis-Straße gemacht, dann ist die Invalidenstraße komplett fertig. Der größte Abschnitt der neuen Invalidenstraße westlich der Chausseestraße ist schon seit einem Jahr fertig. Die Tram-Linie M5 rollt bereits seit Dezember zum Hauptbahnhof.

Ab 29. August fahren die Tramlinien M8 und M10 vom Nordbahnhof auf der Invalidenstraße direkt zum Hauptbahnhof. Damit endet eines der größten Berliner Verkehrsprojekte. Derzeit werden die Anschlüsse hergestellt. Die M10 musste jahrelang am Prellbock am Nordbahnhof stoppen. Die M8 wendet wegen der Megabaustelle an der Gartenstraße. Derzeit schließen Arbeiter auch hier die Gleise an. Deshalb sind im August alle drei Tramlinien (M5, M8, M10) außer Betrieb. Alle Züge fahren ab 29. August zum Hauptbahnhof.

Die 2,4 Kilometer lange Tramverlängerung vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof sollte ursprünglich zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs 2006 fertig sein. Doch Anwohnerklagen hatten das Projekt gestoppt. Sie befürchteten zunehmende Lärm- und Staubbelastung durch den Straßenausbau. Bausenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) musste 2004 das von Vorgänger Peter Strieder (SPD) eingeleitete Planverfahren stoppen, weil der vierspurige Straßenausbau der Invalidenstraße in den Tramplänen „versteckt“ war. Nach jahrelangen Prozessen und Planänderungen wurde erst 2011 mit dem Bau begonnen.

Besonders für die Händler an der Invalidenstraße endet mit der Fertigstellung ein jahrelanges Hindernis. Vor lauter Warnbaken waren kaum noch ihre Geschäfte zu sehen. Die Kunden mussten sich durch schmale Gassen zwängen. DJ
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