Mehr Auslaufgebiete, weniger Gitfköder: Bezirksverordneter will Tierschutz verbessern

Berlin: Spandauer Rathaus |

Spandau. Neue Auslaufgebiete, mehr Tierfriedhöfe und einen Tierschutzbeauftragten fordert der Bezirksverordnete Thorsten Schatz. Der CDU-Politiker will damit den Tierschutz auch im Bezirk verbessern.

Mehr Tierfriedhöfe und Auslaufgebiete, höhere Strafen für Tierquäler und einen Tierschutzbeauftragten – das sind nur vier von 13 Vorschlägen, mit denen der Bezirksverordnete und stellvertretende CDU-Fraktionschef Thorsten Schatz das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier in Berlin im Allgemeinen und mit Hunden im Besonderen verbessern will. Seine Vorschläge hat Schatz in einem Antrag formuliert, der auf dem jüngsten Landesparteitag der CDU Berlin einstimmig angenommen und zur Beratung an die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus überwiesen wurde.

Laut Statistischem Jahresbericht 2014 leben in Berlin rund 98 300 Hunde. Das bleibt nicht ohne Konflikte, etwa wenn Hunde zubeißen, ihr Kot Parks verschmutzt, Auslaufgebiete eingeschränkt oder Giftköder ausgelegt werden. Vor allem letzteres kommt auch in Spandau immer wieder vor. „Deshalb will die CDU Berlin Initiativen, die auf ein besseres Miteinander von Mensch und Hund abzielen, stärker fördern und in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, erklärt Schatz. Zu den Vorschlägen des 32-Jährigen gehört auch eine Reform der Hundesteuer, so dass das Geld für den Betrieb von Dog-Stationen genutzt werden kann. Mit einem Giftköderatlas könnte der Senat auch den Kampf gegen Giftköder intensivieren.

Mehr Tiere in den Kitas, Tierambulanzen, Gassistrecken und die Gründung einer Tierschutzstiftung sind weitere Vorschläge. Außerdem fordert Schatz höhere Strafen für Tierquäler.

In Spandau hatten die Bezirksverordneten den CDU-Antrag für ein Aktionsprogramm „Spandau gegen Tierquäler“ verabschiedet. Spandauer können seitdem ausgelegte Köder dem Ordnungsamt melden. Hier vermisst der Bezirksverordnete allerdings, dass diese Warnungen auch offiziell auf der Website des Bezirksamtes veröffentlicht werden. „In Treptow-Köpenick funktioniert das gut“, sagt Thorsten Schatz. In Spandau müsse das deutlich besser werden.

uk
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