Senat nimmt christliche Schule in Bonusprogramm auf

Berlin: Sabine-Ball-Grundschule |

Hellersdorf. Berufliche und freie Schulen in sozialen Brennpunktgebieten erhalten 2016 vom Senat zusätzliche finanzielle Unterstützung aus einem Bonusprogramm. Auch die freie christliche Schule in der Lichtenhainer Straße profitiert davon.

„Wir rechnen mit rund 50 000 Euro pro Jahr zusätzlich aus dem Bonusprogramm“, sagt Wolfgang Stock, Geschäftsführer des Vereins Christburg Campus, ehemals Freie Evangelische Schulen Berlin. Der Verein betreibt vier Schulen in Berlin, eine davon ist die Sabine-Ball-Schule, Lichtenhainer Straße 2. Ein Großteil ihrer Schüler stammt aus einkommensschwachen Familien. Rund 60 Prozent der Schüler sind zum Beispiel von Zuzahlungen für Lernmittel befreit.

Seit 2014 gibt es das Bonusprogramm der Senatsbildungsverwaltung. Es soll Schulen mit einer hohen "sozialen Belastung" helfen, alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und zu bestmöglichen Schulabschlüssen zu führen. In den Genuss des Geldes kamen aber nur staatliche Schulen. In Marzahn-Hellersdorf erhielten bisher über 20 staatliche Schulen Gelder aus dem Programm. In ganz Berlin weit über 200 staatliche Schulen.

Der Verein Christburg Campus Berlin klagte schon bei der Einführung dagegen. Zweimal scheiterte er vor dem Verwaltungsgericht.

Allerdings löste die Klage eine politische Diskussion aus. Im Ergebnis beschloss die Senatsbildungsverwaltung schließlich 2015 insgesamt acht freie allgemeinbildende Schulen in das Programm aufzunehmen. Darunter ist auch die christliche Grundschule in Hellersdorf.

Die Sabine-Ball-Schule wurde 2006 unter dem Namen Arche-Grundschule gegründet und 2014 nach einer 2009 verstorbenen Förderin zahlreicher kirchlicher Sozialprojekte in Deutschland benannt. 220 Kinder besuchen derzeit die Schule von der ersten bis zur sechsten Klasse. hari
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