Klaus Borde: Sport, Politik und Kultur als Lebenselixier

Im Bürgerverein setzt sich Klaus Borde für die Belange seiner Mitmenschen ein. (Foto: Gabriele Bögel-Borde)
Berlin: Kulturhaus Karlshorst |

Karlshorst. Seit Jahren engagiert sich Klaus Borde für Karlshorst. Was ihn antreibt? Er fühlt sich einfach zu Hause in der Kultur und „kleinen Politik“.

Er ist ein vielbeschäftigter Mann. Als stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Karlshorst organisiert er Spaziergänge durch den Kiez und Kulturstammtische. Er ist Sprecher des Kulturbeirates, leitet die Initiativgruppe Sport und bringt sich mit seinem Wissen im Elternnetzwerk ein. Was aber am wichtigsten ist – er fühlt sich als waschechter Karlshorster. Klaus Borde, ein niemals ruhender Zeitgenosse, dessen Herz der Politik, der Kultur und dem Sport gehört.

Da bleibt wenig Zeit für andere Dinge, sollte man meinen. Doch dem ist nicht so. Wenn der 71-Jährige Freizeit hat, dann genießt er sie im alten Gründerstilhaus mit seiner Frau Gabriele Bögel-Borde. „Ich lese viele Bücher mit historischem und politischem Hintergrund. Mich interessieren vor allem die gesellschaftlichen Zusammenhänge“, sagt Borde. Und natürlich habe auch die Großstadt mit ihrer kulturellen Vielfalt ihren Reiz.

Die Begeisterung für gute Bücher, Konzerte und das Theater wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Seine Mutter, Inge Borde-Klein, war Konzertgeigerin, Puppenspielerin und schrieb Stücke für die Theaterbühne. Sein Stiefvater, Eduard Klein, war ein berühmter Jugendbuchautor, der bestens über Indianer und Cowboys Bescheid wusste. Wer kennt ihn nicht, Severino – Sohn des großen Häuptlings Raymondo. Im Defa-Film verkörperte ihn Gojko Mitić. „Egal ob auf der Bühne oder beim Filmdreh – ich war immer mittendrin“, erzählt Borde.

Da wundert es nicht, dass er mit dem Oberindianer der DDR während des Drehs ein paar akrobatische Übungen vollführte. Denn das Schreiben und Musizieren hat er doch lieber anderen überlassen. Seine Leidenschaft war und ist das Turnen. Die Schulzeit verbrachte er in einer Kinder- und Jugendsportschule. Später folgte das Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Geschichte an der Humboldt-Universität. 1966 wurde er schließlich Cheftrainer beim Berliner Turn- und Sportclub (TSC). Und bis zum Rentenalter unterrichtete Klaus Borde als Sportlehrer an verschiedenen Brennpunkt- und Integrationsschulen.

Seit zehn Jahren engagiert er sich nun im Bürgerverein für seinen Kiez. Wie waschecht der im oberösterreichischen Unterach am Attersee geborene „Karlshorster“ wirklich ist – davon kann sich jeder am Mittwochabend, 26. August, im Kulturhaus in der Treskowallee 112 überzeugen. Dann wird er dem Theatermacher Wolfgang Helfritsch in der Veranstaltungsreihe „Karlshorster im Gespräch“ die eine oder andere Anekdote aus seinem Leben erzählen und von der künstlerischen Ader seiner Familie berichten. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt drei Euro. JK
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