Zusätzliche Halteverbote sollen Situation verbessern

Kladow. Ordnungsstadtrat Stephan Machulik (SPD) gingen die Forderungen von Michael Wolter, Vertreter einer "Bürgerinitiative Landstadt", im gemeinsamen Ausschuss Verkehr und Ordnung am 15. Januar offensichtlich ein wenig zu weit.

"Wir wollen durch eine generelle Durchfahrtssperre durch das Siedlungsgebiet aus Landstadt kein {sbquo}kleines gallisches Dorf’ machen", entgegnete Machulik den weitgehenden Forderungen Wolters. Der hatte bei der Diskussion über zwei Anträge der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Sicherheit für Schüler der Mary-Poppins-Grundschule auf ihrem Schulweg Maximal-Forderungen gestellt. "Wir wollen jede mögliche Maßnahme, um die Attraktivität für das Durchfahren der Landstadt Gatow zu verhindern", forderte Wolter. Er denke dabei etwa an weitere Hinweisschilder und möglichst Schwellen auf den Fahrbahnen, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchst-Geschwindigkeit zu erzwingen. Zudem sollten künftig die Schülerbusse der BVG nicht mehr durch die Landstadt fahren sondern auf dem Seekorso in Höhe des "Kaiser’s Verbrauchermarkts" gleich wieder wenden.

Derartige Forderungen lehnte Machulik ab. Fahrbahnschwellen wolle die Feuerwehr nicht, zusätzliche Schilder seien in der Landstadt aufgrund von Tempo-30-Zonen und Spielstraßen weder möglich noch notwendig. Gegen die Idee einer Landstadt ohne sie erschließende BVG-Busse wandte sich auch Ritva Harju. "Das fänden wir verheerend, weil es auch dort Leute gibt, die den öffentlichen Nahverkehr benötigen", sagte die Verordnete der GAL.

Harju sprach sich jedoch für den von der CDU eingebrachten Antrag aus, den Weg zwischen der Mary-Poppins-Grundschule, Am Flugplatz Gatow 20, und dem Hort an der Charles-Lindbergh-Straße 74 durch geeignete Maßnahmen sicherer zu machen. "Nach Vor-Ort-Terminen und zwei öffentlichen Bürgerversammlungen ist meine Verwaltung zu der Entscheidung gekommen, dazu in diesem Bereich auf den Fahrbahnen der Johann-Landefeldt-Straße und des Seekorsos durch zusätzliche Halteverbote für bessere Sicht auf die querenden Kinder zu sorgen", sagte Machulik. Der ursprünglich von der CDU geforderte Zebrastreifen sei in der bestehenden Tempo-30-Zone nicht möglich. Halteverbotsschilder halte er für ausreichend auch gegen die so genannten "Helikopter-Eltern", die ihre Kinder am liebsten bis ins Klassenzimmer bringen würden. Dem so veränderten Antrag stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Vertagt wurde dagegen der CDU-Antrag zur Sicherheit des Schulwegs auf dem Ritterfelddamm zwischen den bereits vorhandenen Ampeln in Höhe Uferpromenade und Selbitzer Straße eine Anforderungs-Lichtzeichenanlage für Fußgänger zu errichten. Grund der Vertagung waren Aussagen des Tiefbauamtsleiters Michael Spiza. Der versicherte, dass "bereits eine Anordnung samt Finanzierungszusage für entsprechende Querungshilfen vorliegt". Die Verkehrslenkung Berlin müsse allerdings noch die Anordnung zum Bau erlassen. Nun will der Ausschuss die Umsetzung des Antrags abwarten, um ihn dann als erledigt zu den Akten legen zu können.


Michael Uhde / Ud
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