Ein theatralisches Abendbrot zum Thema Demenz

Schauspieler Holger Foest zelebriert ein Abendbrot um das Thema Demenz. (Foto: Ralf Drescher)

Oberschöneweide. Ein Bürotrakt des früheren Transformatorenwerks, darin ein Wohnzimmer. Das ist der Spielort des Theaterstücks "Ich heiße Anna".

Damit legen Marie Rodewald und Holger Foest bereits ihr zweites Werk zum Thema Demenz vor. Ebenfalls auf dem alten Industrieareal war im vergangenen Jahr "Ein Fest ohne Anna" gespielt worden (die Berliner Woche berichtete), rund 180 Zuschauer hatten damals die Performance zum Thema gesehen.

Auch das neue Stück wird nur im kleinen Kreis zu sehen sein. Jeweils zehn Zuschauer nehmen am Abendbrottisch der Familie Platz. Schauspieler Holger Foest wird dann das unterschiedliche Denken von gesunden und an Demenz erkrankten Menschen am Ritual des Abendbrots sichtbar machen. Das Ganze ist kein Mitmachstück, trotzdem ist das Publikum in die Vorstellung einbezogen.

Holger Foest und Regisseurin Marie Rodewald haben die Berliner Alzheimergesellschaft als Partner gewinnen können und rund zwei Monate lang Gespräche mit Angehörigen von Demenzkranken geführt. Übrigens gibt es für die Zuschauer tatsächlich auch ein kleines Abendbrot, unter anderem Brot, Käse und Gurken, und zwar aus ökologischer Erzeugung.

"Ich heiße Anna" hat am 20. Juni um 18 Uhr Premiere und wird anschließend bis zum 27. Juni bis zu dreimal am Tag (15, 18 und 21 Uhr) in der Wilhelminenhofstraße 83-85, Haus 74, gespielt. Eintrittskarten zu 15, ermäßigt zwölf Euro gibt es unter 98 36 28 37.

Wissenswertes auch unter www.rodewaldfoest.com.

Ralf Drescher / RD
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