Studenten entwickeln Konzepte für Stadtlandschaften

Köpenick. Schöneweide mit seiner industriellen Geschichte und den zum Teil ungenutzten Zeugnissen einer prägenden Industriekultur steht im Fokus studentischer Entwürfe.

Die Konzepte eröffnen neue planerische Visionen für die alten Industriestandorte. So beschäftigte sich 2011 eine Masterarbeit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus mit dem Raum Spreeknie im Sinne der Quartiersentwicklung. Studierende der Stadt- und Regionalplanung haben sich mit der Entwicklung des ehemaligen Samsung-Areals an der Ostendstraße in 15 Entwürfen auseinandergesetzt. Im Studiengang Kommunikationsdesign der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft entwickelten Studierende originelle Gestaltungskonzepte zur Visualisierung historischer Orte in Schöneweide.

Als Motor einer industriellen Entwicklung und Besiedlung des Berliner Südostraums gilt in besonderem Maße die Görlitzer Bahn und deren Eröffnung 1867. Die in Alt-Treptow liegende und seit langem funktionslos gewordene Hochbahn fungiert heute als grüner Fußweg zwischen Kreuzberg und S-Bahnring. Am Spannungsbogen zwischen Ost und West, zwischen Innenstadt und postindustriellen Siedlungsbereichen wurde das Thema Freiraum-Vernetzung an markanten Punkten für den Görlitzer Bahndamm durch Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe planerisch untersucht.

In einer Ausstellung soll nun die Vielfalt konzeptioneller Ansätze verdeutlicht werden. Zugleich versteht sie sich als Anregung für Entwicklungen und Entwickler in Bezug auf neue Stadtquartiere im Bezirk. Zu sehen ist die Ausstellung vom 9. November bis 6. Januar in der Galerie des Rathauses Köpenick, Alt-Köpenick 21, erste Etage.

Silvia Möller / sim
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