"Tag des offenen Denkmals" am 7. und 8. September

Der Industriesalon Schöneweide zeigt unter anderem historische Rundfunkempfänger aus 90 Jahren Radiogeschichte. (Foto: Ralf Drescher)
 
In Adlershof kann der Große Windkanal der früheren Versuchsanstalt für Luftfahrt besichtigt werden. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Am 7. und 8. September lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz traditionell zum "Tag des offenen Denkmals" ein. Mit dabei sind auch wieder zahlreiche Denkmäler in Treptow-Köpenick.

An beiden Tagen können rund 300 Orte, vom Einzeldenkmal oder Gartendenkmal bis zum historischen Industrieareal besichtigt werden. Mittlerweile schon ein Klassiker ist die Archenhold-Sternwarte (Alt-Treptow 1). Hier ist am 8. September von 10.30 bis 16 Uhr geöffnet, Sternwartenleiter Felix Lühning führt um 11, 13 und 15 Uhr durch das 1908 errichtete Gebäude mit dem größten Linsenfernrohr der Welt. Bei klarem Himmel kann die Venus am 500-Millimeter-Spiegelteleskop besichtigt werden. Erstmals dabei ist die Alte Feuerwache Niederschöneweide (Michael-Brückner-Straße 9), die vom Bezirk gerade zur Bibliothek umgebaut wird. Geöffnet ist an beiden Tagen von 12 bis 17 Uhr, es gibt eine Dokumentation zum Umbau und zu weiteren Bauten im Umfeld.

Ausschließlich am Sonntag können in Adlershof luftfahrttechnische Denkmale der früheren Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (Kroneckerstraße/Newtonstraße) besichtigt werden, darunter der Große Windkanal, der Trudelwindkanal und ein historischer Motorenprüfstand. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr, Führungen gibt es um 10, 11.30, 13, 14.30 und 16 Uhr.

Ebenfalls nur sonntags einbezogen ist die Verklärungskirche in Adlershof (Arndtstraße 11). Hier gibt es um 10 Uhr einen Gottesdienst, um 12 Uhr eine Führung, das 1900 eingeweihte Gotteshaus kann dann noch bis 14 Uhr besichtigt werden.

Das ehemalige Hauptgebäude der Nationalen Automobilgesellschaft, in der später das Werk für Fernsehelektronik und Samsung ihren Sitz hatten (Ostendstraße 1-4) ist an beiden Tagen von 10 bis 15 Uhr zugänglich. Hier gibt es Einblicke in den imposanten Lichthof sowie den Konferenzsaal der AEG-Oberen, zu vollen Stunden ist eine Turmbesteigung möglich.

Nur ein paar hundert Meter weiter, im Industriesalon (Reinbeckstraße 9) bekommen Besucher Einblick in die Wiege der deutschen Elektroindustrie. Es gibt die neue Dauerausstellung "Elektropolis" zu sehen, außerdem eine Sonderausstellung zu 90 Jahren Radiogeschichte. Geöffnet ist am 7. September von 14 bis 18 Uhr und am 8. September von 12 bis 18 Uhr, vor Ort werden Führungen durch den früheren Industriestandort angeboten.

Das Museum im Wasserwerk (Müggelseedamm 307) ist am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet, um 10, 12 und 14 Uhr gibt es Führungen mit Jelena Butter, die das Museum mit aufgebaut hat.

Das ehemalige Rathaus Friedrichshagen (Bölschestraße 87), zuletzt als Polizeirevier genutzt, wartet am Sonntag von 10 bis 19 Uhr auf Besucher. Hier gibt es eine Kunstausstellung, außerdem um 10, 12, 14 und 18 Uhr fachkundige Führungen.

Die Grünauer Friedenskirche, 1906 eingeweiht, öffnet am 7. September von 10 bis 18 Uhr die Pforten. Um 10.30 Uhr gibt es eine Führung speziell für Kinder, um 17.30 Uhr eine Führung für Erwachsene. Um 18 Uhr schließt der Tag mit einem Konzert des Chores des Bürgerhauses Grünau ab.

Fast alle Stationen des Denkmaltags können ohne Eintrittskarte besucht werden. Das Programm steht unter www.stadtentwicklung.berlin.de.

Ralf Drescher / RD
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