Projekte im Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord können Vorbild werden

Lichtenberg. Im Gebäudebestand, im Neubau und in der öffentlichen Infrastruktur könnte im Stadtumbaugebiet Frankfurter Allee Nord noch viel Energie gespart werden.

"Trotz des großen Altbaubestands wird bereits ein guter Wert für die genutzte Energie erreicht", weiß Kai Reichelt vom Stadtbüro Hunger. Rund 9700 Wohnungen zählt der Stadtforscher auf rund 150 Hektar Fläche, deren Entwicklung im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Ost an aktuelle Veränderungen angepasst werden soll. Auch das Sparen von Energie ist dabei ein Ziel. Ende September stellte Kai Reichelt die im Rahmen des Förderprogramms erstellte Studie zur energetischen Anpassung vor. Sie könnte zur Grundlage für finanzielle und weitere Konzepte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Sanierungsbeauftragten werden.

Sparen durch Neubau

"Die Mehrzahl der Bestandsbauten ist energetisch gut saniert", weiß Reichelt. Rund 9700 Wohnungen zählt die Studie auf, 45 Prozent befinden sich im Eigentum der Howoge oder von Genossenschaften. Bei vielen Gebäuden in privater Hand besteht aber Handlungsbedarf. "Hier könnte der Wärmebedarf des gesamten Gebiets durch Sanierungen um bis zu sechs Prozent bis 2025 reduziert werden", weiß Reichelt. Sparpotenzial um bis zu vier Prozent böte die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungstechnik in den Gebäuden, 30 Prozent der Austausch der Leuchtmittel in Straßenlampen.

Durch Neubau könnten laut Reichelt noch etwa 1700 Wohnungen mit effizientesten Standards entstehen. Eine echte Vorbildwirkung an Energieeffizienz würden jedoch einzelne Projekte in den drei Sanierungsinseln haben. So etwa eine modellhafte Sanierung des Kreativgymnasiums in der Rüdigerstraße oder der Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung in der Siegfriedstraße. Ein besonderes Modellprojekt könnte auch der Ausbau des ehemaligen Krankenhauses Lindenhof zum Wohnstandort sein, so Reichelt.

Ob nun Erdwärmenutzung durch Wärmepumpen, Holzpellet-Kessel oder Solarenergie: "Viele solcher Maßnahmen könnten auch für die Howoge wirtschaftlich interessant sein."


Karolina Wrobel / KW
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