Bezirksverordnete diskutieren über Patenschaften

Lichtenberg. Unter den 2000 in Lichtenberg lebenden Flüchtlingen sind viele Kinder und Jugendliche. Sogenannte Flüchtlingspatenschaften sollen sie auf dem Weg in die Gesellschaft begleiten.

"In Lichtenberg sind Flüchtlinge willkommen", sagte Erik Gührs, Fraktionsvorsitzender der SPD bei der vergangenen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 11. Dezember. "Wir haben die Verantwortung, diesen Menschen Hilfe anzubieten." Die SPD schlägt deshalb vor, mit Flüchtlingspatenschaften es gerade jüngeren Menschen zu ermöglichen, die Angebote im Bezirk wahrzunehmen. Es gebe viele Jugendfreizeitheime, daneben weitere Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Diese zu nutzen, falle vielen Flüchtlingen schwer. Würden sie an die Hand genommen, könnten "beide Seiten voneinander lernen und sich besser kennen lernen", heißt es in der Begründung des SPD-Antrags. Der sieht vor, durch die Kooperation mit sozialen Vereinen, Trägern der Stadtteilzentren und dem Berliner Studentenwerk solche Patenschaften zu schließen.

Der integrationspolitische Sprecher der Partei Die Linke, Daniel Tietze, befürwortete die Idee der SPD. Doch er ergänzte, dass "ehrenamtliche Hilfe im Sinne der angedachten Patenschaften ohnehin im Bezirk bereits geleistet wird." Er stellte in Frage, ob ein zusätzliches Projekt tatsächlich sinnvoll wäre. Die BVV beschloss deshalb, die SPD-Initiative in den Integrationsausschuss zu überweisen, um dort diese Frage zu klären.


Karolina Wrobel / KW
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