Eigentümerin des Elsensees hält an ihren Plänen fest

Mahlsdorf. Seit den 90-er Jahren gibt es Pläne, den Elsensee öffentlich zu nutzen. In diesem Jahr könnte sich nun entscheiden, ob eine Wasserskianlage gebaut werden kann.

Im Januar gibt es ein Treffen der Eigentümerin des Sees, Gesine Eilrich, mit Mitarbeitern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Dabei geht es um die Genehmigung der Wasserskianlage. Laut Flächennutzungsplan des Landes ist eine solche Anlage an dieser Stelle möglich. Er sieht eine Nutzung des Sees für Freizeit und Sport vor. Die Eigentümerin soll jedoch noch fehlende Unterlagen vorlegen.

Das Umweltamt von Marzahn-Hellersdorf hat bereits eine Stellungnahme abgegeben. Es hat Bedenken hinsichtlich der Umweltverträglichkeit der Anlage geäußert. Der Elsensee sei als ehemaliger Kiessee inzwischen ein besonderes Biotop.

Die Eigentümerin, Gesine Eilrich, plant jedoch keine Wasserskianlage mit laut dröhnenden Motorbooten als Zugmaschinen. Sie will eine Wasserskianlage in Form eine Liftes oder Seilzuges bauen. Eine solche Anlage betreibt sie bereits im Ruhlesee bei Marienwerder.

Eilrich kehrt damit zu ihren Plänen in den 90er-Jahren zurück, als sie den See gekauft hatte, um eine solche Anlage zu errichten. Auf Drängen des Bezirksamtes hatte sie später den Bau eines Freibades in ihre Planungen aufgenommen. Das damals von der PDS geführte Bezirksamt wollte in Marzahn-Hellersdorf unbedingt ein Freibad haben.

Die Pläne für ein Freibad wurden im vergangenen Jahr endgültig begraben. Ein vom Bezirksamt in Auftrag gegebenes Gutachten kam zum Ergebnis, dass die Wasserqualität des Sees für ein Freibad nicht ausreicht. Die notwendigen Investitionen zur Verbesserung der Wasserqualität wollten weder das Bezirksamt noch die Besitzerin des Sees tragen.

Aus Sicht der Sentatsverwaltung für Stadtentwicklung ist das Vorhaben vor allem hinsichtlich des Schutzes des Grundwassers zu prüfen. Der Elsensee liegt im Wasserschutzgebiet Kaulsdorfer Seen.

"Eine abschließende Stellungnahme kann erst nach Prüfung aller erforderlichen Unterlagen erfolgen", erklärt daher Petra Rohland, Pressesprecherin der Senatsverwaltung auf Nachfrage.


Harald Ritter / hari
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