Bezirk kann nicht, Bahn will nicht bauen

Mahlsdorf. Das Bezirksamt hat sich mit der Forderung an die Bahn gewandt, eine öffentliche Toilette im S-Bahnhof Mahlsdorf zu schaffen.

Das Bezirksamt sieht sich selbst nicht in der Lage, eine öffentliche Toilette in der Umgebung einzurichten. In einem Bericht an die Bezirksverordnetenversammlung führt es als Begründung an, dass keine geeignete öffentliche Fläche zur Verfügung stehe. Darüber hinaus seien unter den Gehwegplatten in der Umgebung zahlreiche Leitungen verlegt. Diese könnten nicht mit einer WC-Anlage überbaut werden.

Im S-Bahnhof Mahlsdorf hatte es bis Ende der 90er-Jahre eine öffentliche Toilette gegeben. Diesen Service hat die Bahn inzwischen in ganz Berlin eingeschränkt.

Betroffen sind auch Passanten und Geschäftsleute in der Hönower Straße. Passanten und auch Fahrgäste der Bahn fragen oft in Geschäften nach, ob sie die Toilette benutzen dürfen.

Die BVV hatte deshalb im Februar vom Bezirksamt verlangt, endlich Abhilfe zu schaffen. Da das Bezirksamt selbst keine Lösung hat, bringt es die Bahn wieder ins Spiel. Es forderte sie in einem Schreiben auf, die Einrichtung einer Toilette in ihre Planungen aufzunehmen. Die Bahn will den S-Bahnhof Mahlsdorf zu einem Regionalbahnhof ausbauen.

"Öffentliche Toiletten in kleineren Bahnhöfen vorzuhalten, ist nicht Aufgabe der Deutschen Bahn AG, sondern in erster Linie eine kommunale Angelegenheit", erklärt jedoch Bahn-Pressesprecher Gisbert Gahler.


Harald Ritter / hari
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