Frau erlitt Kohlenmonoxidvergiftung beim Genuss einer Wasserpfeife

Mariendorf. Vor einigen Tagen klagte eine Frau am Mariendorfer Damm über Schwindel und Schwierigkeiten beim Laufen. Eine Wasserpfeife wäre ihr fast zum Verhängnis geworden.

Als der Rettungswagen der Feuerwehr eintraf, löste ein obligatorisch mitgeführter Kohlenmonoxid-Warner Alarm aus. Die Feuerwehrleute rissen für eine Durchlüftung sofort die Fenster der Wohnung auf und alarmierten weitere Einsatzkräfte. Mit einem besonderen Messgerät wurde dann auch eine hohe Kohlenmonoxidkonzentration im Blut der Mieterin gemessen.

Sie wurde ins Vivantes Klinikum Friedrichshain gebracht, weil dort die spezielle Behandlung von Kohlenmonoxidvergiftungen durch eine hyperbare Sauerstoff-Therapie in einer Druckkammer möglich ist. Die Blutgasanalyse bestätigte den Verdacht und die Frau konnte in der Druckkammer therapiert werden. Derweil wurden in der Wohnung und angrenzenden Bereichen Messungen durchgeführt, ohne jedoch weiteres Kohlenmonoxid zu finden. Als Ursache für die Entstehung der hohen Konzentration wurde schließlich eine Wasserpfeife mit Glühkohle vermutet, die in der Wohnung benutzt worden war. Um andere Ursachen auszuschließen wurden ein Schornsteinfeger und das Gasversorgungsunternehmen hinzugezogen, die Nachbarwohnungen, Keller sowie die Heizungsanlage auf Defekte und Störungen kontrollierten. Diesbezüglich konnte nichts festgestellt werden.

Die Experten der Feuerwehr warnen: "Es gibt immer wieder Unglücksfälle durch das Betreiben von einem Kohlengrill oder auch Shishas in unzureichend belüfteten Räumen. Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei der unvollständigen Verbrennung (zum Beispiel glühender Kohle) entsteht. Eingeatmet blockiert es im Körper den Sauerstofftransport. Kohlenmonoxidvergiftungen können schwere bleibende Schäden verursachen. Hohe Konzentrationen führen zur Bewusstlosigkeit und sind tödlich."


Horst-Dieter Keitel / HDK
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