Bezirksamt prüft Balzerplatz als Kita-Standort

Marzahn-Hellersdorf. Das neue Freizeithaus am Balzerplatz kommt derzeit nicht als Ersatzstandort für die Kita Ulmenstraße infrage. Die Kita-Aufsicht der Senatsverwaltung für Bildung hat kürzlich Bedingungen genannt, die eine schnelle Inbetriebnahme als Kindereinrichtung unmöglich machen.

Im Einzelnen nennt Jugendstadträtin Juliane Witt (Die Linke) unter anderem ein neues Brandschutzkonzept für das Haus. Schwerwiegender sind die geforderten Umbauten der Sanitäranlagen für Kinder, ein weiterer Rettungsweg sowie Umbauten im Außenbereich. "Wenn wir dies tun, verliert der Bezirk die Gewährleistung seitens der Firmen, die das Haus gebaut haben", erklärt die Jugendstadträtin.

Gegenwärtig ermittelt das Bauamt, wie teuer der Umbau des Freizeithauses zu einer Einrichtung mit Kita-Betrieb werden würde. Sobald die Ergebnisse vorliegen, muss das Bezirksamt eine Entscheidung fällen.

Allerdings dürfte ein Umbau der Freizeiteinrichung wohl kaum zu finanzieren sein. Nicht zuletzt durch die Kosten für die Dachsanierung der Kita in der Ulmenstraße ist der bezirkliche Haushalt ausgereizt. Die Kita ist seit November wegen eines einsturzgefährdeten Daches geschlossen.

Der Kindergarten-Eigenbetrieb NordOst brachte die Kinder in zwei anderen Kitas unter. Einige Eltern wünschen sich aber, dass die Kinder wieder an einem Ort betreut werden. SPD und CDU unterstützten dieses Anliegen in der Bezirksverordnetenversammlung und brachten einen entsprechenden Antrag durch. Darin wurde das Bezirksamt aufgefordert, den Balzerplatz als zeitweiligen Kita-Standort zu prüfen.

Inzwischen steht aber fest, dass das Dach in der Ulmenstraße repariert wird und die Kita 2014 an den alten Standort zurückkehren kann.


Harald Ritter / hari
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