Stadtrat will Rotlicht-Milieu aus dem Bezirk vertreiben

Marzahn-Hellersdorf. Das Bezirksamt will schärfer gegen im Bezirk existierende Bordelle vorgehen.

369 Großbordelle und Wohungspuffs gibt es in der Hauptstadt. Allerdings befinden sich gerade mal neun in Marzahn-Hellersdorf. Dennoch will Ordnungsstadtrat Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, jetzt schärfer gegen diese Bordelle vorgehen.

Die Mittel sind einfach. Gräff will bestehende Rotlichtbetriebe enger von Gewerbeamt, Bauaufsicht, Lebensmittelaufsicht und die Polizei kontrollieren lassen. Wenn Mängel festgestellt werden, wird gnadenlos abkassiert. Gräff hofft, auf diese Weise die Betreiber zur Aufgabe des Betriebs zu bringen oder den Standort des Gewerbes in einen anderen Berliner Bezirk zu verlagern. Zudem will er Anmeldungen für neue Bordelle möglichst gleich abschmettern.

Bordellartige Einrichtungen haben schon jetzt keinen leichten Stand in Marzahn-Hellersdorf. Der berlinweit bekannte Swinger-Club in der Köpenicker Straße hat vor Jahren bereits seine Türen dichtgemacht. Der Betreiber einer Tabledance-Bar in der Hellersdorfer Promenade hatte mit seinem Geschäftsmodell gleichfalls keinen Erfolg.

Weniger auffällig sind die seit Jahren existierenden Puffs in mehreren Backsteinhäusern nahe dem S-Bahnhof Ahrensfelde. Anwohner hatten aber in diesem Fall gegen deren Existenz protestiert. Gräff hat sie fest ins Visier genommen. "Wir brauchen solche Negativpunkte nicht", sagt der Stadtrat. Betriebe dieser Art zögen auch die Kriminalität an


Harald Ritter / hari
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