Fristen einhalten und Autowert steigern

Werterhaltungsmaßnahmen: Die regelmäßige Inspektion ist keine Pflicht, hat aber ihre Vorteile. (Foto: ZDK/Proton/dpa/mag)

"Alle 5000 Kilometer zum Ölwechsel" war eine Regel, die noch bis in die 1980er Jahre galt. Heute gibt es solche einfachen Formeln nicht mehr, die Abstände zwischen den Inspektionen sind gewachsen und uneinheitlich.

Der richtige Zeitpunkt für einen Werkstattbesuch hängt heute mehr denn je von Fahrzeugtyp und Hersteller ab. Große Wartungsintervalle gibt es etwa bei Zündkerzen oder Bremsflüssigkeit. Nach wie vor wird bei den Service-Intervallen zwischen großer und kleiner Inspektion unterschieden. Eine kleine Inspektion umfasst meist nur einen Ölwechsel und einige wenige Prüfarbeiten, etwa an den Bremsen. Bei großen Inspektionen werden auch Beleuchtung, Unterboden sowie zahlreiche sicherheitsrelevante und vom Verschleiß betroffene Teile kontrolliert. "Generelle Aussagen, was eine kleine und was eine große Inspektion umfasst, sind kaum möglich, weil die Hersteller verschieden verfahren", sagt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).Wann die nächste Wartung fällig wird, darüber informiert in der Regel ein kleiner Aufkleber, den die Werkstattmitarbeiter beim vorangegangenen Termin am Türholm hinterlassen haben, ein Anhänger im Motorraum oder das Serviceheft. "Viele Autos erinnern den Fahrer heutzutage auch über das Cockpit-Display", sagt ZDK-Sprecher Köster. Dabei tut der Halter gut daran, termingenau zu sein. Hält der Fahrzeugbesitzer die Wartungsvorgaben nicht ein, riskiert er die Herstellergarantie. "Genaue Auskunft darüber, was wann erneuert werden muss, geben die Betriebsanleitung oder das Serviceheft", sagt Arnulf Thiemel vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg.

Bei der Wahl der Werkstatt ist der Fahrer nicht an Vertragshäuser des Herstellers gebunden. "Jede freie Werkstatt kann die Arbeiten ebenso durchführen", sagt Thiemel. Wichtig sei aber, dass die Wartung nach Herstellervorschrift erfolge. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Inspektion nicht. Rainer Camen vom TÜV Nord sagt aber: "Jemand, der die Service-Intervalle regelmäßig durchführen lässt, braucht vor der HU keine Angst mehr zu haben."

Dabei hat Akribie einen weiteren Vorteil: Wer sein Fahrzeug später einmal verkaufen will und in die Annonce "checkheftgepflegt" schreiben kann, erhöht nicht nur die Verkaufschancen, sondern wird das Fahrzeug wohl auch zu einem besseren Preis los als ein vergleichbares Auto ohne lückenloses Checkheft.


dpa-Magazin / mag
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