Erste Hilfe bei epileptischem Anfall

Wer Zeuge eines epileptischen Anfalls wird, bleibt am besten solange beim Betroffenen, bis dieser sich erholt hat.

Ersthelfer sollten darauf achten, dass seine Atemwege frei bleiben und gegebenenfalls Zahnersatz entfernen, wenn der Anfall abgeklungen ist. Auf keinen Fall dürfen Umstehende den Epileptiker beim Anfall festhalten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin hin.Auch ein Beißschutz werde besser nicht in den Mund gesteckt. Das könnte auf beiden Seiten zu Verletzungen führen. Am besten räumten Anwesende Gegenstände beiseite, an denen sich der Betroffene verwunden könnte. Auch könnten sie ihn polstern oder umlagern, um ihn vor Verletzungen zu schützen. Notfallmedikamente sollten allenfalls erfahrene Angehörige geben, die entsprechend geschult sind. Lehnt der Betroffene nach einem einzelnen Anfall und ohne erkennbare Schäden den Transport ins Krankenhaus ab, sollte man das respektieren. Unbedingt einen Notarzt rufen sollten Umstehende aber, wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert, mehrere Anfälle hintereinander auftreten oder das Bewusstsein danach länger als 20 bis 30 Minuten getrübt ist.


dpa-Magazin / mag
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