Hände brauchen besondere Pflege

Kälte und trockene Heizungsluft machen im Winter nicht nur der Haut im Gesicht zu schaffen. Auch die Hände leiden - eine Handcreme kann da helfen.

Es sollte aber die richtige sein: Ideal seien Cremes mit einer Wasser-in-Öl-Emulsion, erläutert Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin. Das seien eher fettige Cremes, die man nicht einfach wieder mit Wasser abwaschen kann. "Das Fett in den Cremes hält auch im Alltag Wasser ab, was gerade im Winter wichtig ist."Gut seien auch Cremes mit Feuchtigkeitsfaktoren. "Dazu gehören zum Beispiel Harnstoff oder Glycerol", erklärt Sellerberg. Sie sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit in der Haut bleibt. Wer mehr für seine Hände tun will, kann ihnen eine Pflegepackung gönnen. Gabriele Häusler vom Bundesverband Deutscher Kosmetiker/innen empfiehlt, am Abend zum Beispiel die Hände 20 Minuten lang in ein warmes Tuch zu wickeln und darunter eine dicke Schicht der Handcreme einzureiben.

Doch wie kommt es, dass die Haut an den Händen so austrocknet? "Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut und hat außen eine Hornschicht", erklärt die Hautärztin Gertraud Kremer. An der Handinnenseite sei diese Hornschicht besonders dick, da sie die Hand besser schützen soll. Wenn die Hornschicht austrocknet, zum Beispiel durch trockene Luft, werde sie rissig. Genau das passiere im Winter vermehrt.

Außerdem gibt es unter der Haut Talgdrüsen. Wenn die Temperaturen jedoch unter plus sieben Grad fallen, wird laut Kremer die Produktion in den Talgdrüsen etwas heruntergefahren. Es wird weniger Talg produziert - und auch weniger auf die Haut transportiert. Das macht die Haut ebenfalls trockener und rissiger.

Aber die Hände werden auch oft durch falsche Reinigung trocken. Herkömmliche Seifen schädigen meist den hauteigenen Säureschutzmantel. Dadurch quillt die obere Hornschicht auf - und die Haut wird rau. Vermeiden lässt sich das, indem man nach dem Waschen die Hände eincremt oder Seife verwendet, die den pH-Wert der Haut imitiert, also etwa einen pH-Wert 5 hat.

Ohne Handschuhe geht im Winter draußen fast nichts. Dabei müsse man ausprobieren, was den eigenen Händen gut tut, sagt Häusler. Während die einen auf Fleecehandschuhe schwören, schwitzen andere darin. Sie rät, Materialien zu nehmen, die Atmung zulassen und Feuchtigkeit wie Schweiß nach außen lassen.


dpa-Magazin / mag
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