Vergesslichkeit in der Schwangerschaft

Aufmerksamkeit aufs Kind gerichtet: Am Anfang fällt es Frauen schwer, den Fokus auch auf etwas anderes zu richten. (Foto: Silvia Marks)

Alles konzentriert sich auf das Baby: Während der Schwangerschaft und der Stillzeit scheinen Frauen viele andere Dinge auszublenden.

Nicht selten neigen sie zu Vergesslichkeit, Verwirrtheit und zu Wortfindungsstörungen. "Dieses Gedächtnisdefizit ist aber nicht bleibend", betont Silvia Oddo, Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Geburtshilfe an der Uniklinik Frankfurt. Daher sei der Begriff Schwangerschafts- oder Stilldemenz auch unpassend - denn eine Demenz bezeichnet einen Abbauprozess.Die Vergesslichkeit ist aber mehr als eine subjektive Wahrnehmung. Verschiedene Studien belegen, dass das als Schwangerschaftsdemenz umschriebene Gedächtnisdefizit vor allem höhere Gedächtnisleistungen betrifft: "Schwangere oder Stillende können oft keine komplexen Handlungen mehr planen oder ihre Emotionen regulieren", erklärt die Expertin. Neuere Studien zeigen, dass auch das vorausschauende Gedächtnis betroffen ist. So hätten Schwangere oft Schwierigkeiten, Termine einzuhalten, die wenige Tage in der Zukunft liegen.


dpa-Magazin / mag
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