Lagerlogistiker brauchen Grips

Wer sich für eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik entscheidet, hat gute Jobaussichten. (Foto: Franziska Koark/dpa/mag)

Adam Stanislawski hätte nie gedacht, dass er einmal eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik machen würde.

Der heute 28-Jährige war einige Zeit arbeitslos, als ihn sein Schwiegervater überredete, im Lager des Logistikkonzerns Schmalz+Schön in Fellbach zu arbeiten. Das brachte für ihn die berufliche Wende. "Die Arbeit dort hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich unbedingt die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik machen wollte", erzählt Stanislawski. Wenige Jahre nach dem Abschluss seiner Ausbildung ist er zum Teamleiter aufgestiegen.Was ihn an dem Beruf fasziniert, ist für ihn schnell erklärt. "Ich habe mit den unterschiedlichsten Menschen und Gütern zu tun, ich muss schnell entscheiden und vielerlei Dinge bewegen", sagt er. Organisation sei das A und O in seinem Beruf.

Auch wenn die Arbeit bisweilen körperlich anstrengend sei und der Schichtdienst ihm manches Mal in den Knochen stecke: Für Adam Stanislawski ist sein Beruf zum Traumberuf geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil er dabei jede Menge Verantwortung zu tragen habe. Wenn etwa eine Lkw-Fracht falsch geladen sei und der Fahrer einen Unfall baue, könne er zur Verantwortung gezogen werden. Konzentration habe also höchste Priorität.

Davon, dass eine Fachkraft für Lagerlogistik lediglich für das Stapeln von Paletten zuständig ist, möchte auch Benedikt Peppinghaus vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn nichts wissen. "Es ist ein sehr spannender und abwechslungsreicher Beruf, bei dem man gehörig seinen Grips anstrengen muss."

Dass die umfassende Ausbildung drei Jahre dauert, macht seiner Ansicht nach durchaus Sinn. Heutzutage suchten die Firmen auch in diesem Bereich generell mehr Professionalität. Körperkraft sei nicht allein entscheidend, um diesen Beruf zu erlernen und auszuüben. Denn viele Lager sind heute hoch technisiert.

Nach der Ausbildung erwarte die Fachkraft für Lagerlogistik zwar nicht die "Insel der Glückseligkeit". "Aber Firmen und Verbände melden großen Bedarf an logistischen Fachkräften. Von daher gibt es gute Chancen auf eine Stelle bei einem Logistikdienstleister oder in Industrie und Handel", betont Peppinghaus.

Weitere Informationen im Internet unter www.bibb.de, www.bvl.de und www.tag-der-logistik.de.

dpa-Magazin / mag
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