Stiftungen fördern Sanierung am Mausoleum Busch

Dach, Sandsteinfassade, Fenster, Tür und die Gruft müssen dingend saniert werden. (Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Mitte. Die imposante Grabstätte der Zirkusartisten-Familie Busch auf dem Neuen Dorotheenstädtischen Friedhof an der Liesenstraße 9 muss dringend saniert werden.

Zum Erhalt des über 100 Jahre alten Grabdenkmals hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am 25. Juni 10 000 Euro für notwendige Sanierungsarbeiten an die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg übergeben. Das Busch-Mausoleum gehört zu den über 150 Projekten, die die bundesweit tätige Denkmalstiftung dank privater Spenden, Mitteln der Glücksspirale und Lottogeldern allein in Berlin unterstützen konnte. Dach, Sandsteinfassade, Fenster, Tür und die Gruft des Mausoleums müssen dingend saniert werden. Zwei weitere Stiftungen beteiligen sich mit 9000 Euro. 5500 Euro kommen vom Evangelischen Friedhofsverband Mitte und 10 000 Euro vom Berliner Landesdenkmalamt. Erbaut wurde das Mausoleum der Zirkusartisten-Familie Busch 1898 nach Plänen der Architekten Hermann Paulick und Felix Voss auf Wunsch von Zirkusdirektor Paul Vinzenz Theodor Busch (1850-1927) anlässlich des Todes seiner Frau Barbara Sidonie Busch (1849-1898). Der in neubarockem Stil geschaffene kubische Kapellenbau mit Rundbogenportal trägt einen prachtvollen Prunksarkophag aus Sandstein. Die beiden neubarocken hölzernen Prunksärge bergen die sterblichen Überreste von Barbara Sidonie "Madame Constanze" und Paul Busch. Urnen enthalten die Asche von Paul Buschs Tochter Paula Busch (1886-1973) und ihrer Tochter, der Kunstreiterin und Zirkusbetreiberin Paula Constanze, genannt Micaela Busch (1913-1969). Zahlreiche Familienporträts schmücken die Wände.


Dirk Jericho / DJ
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