Bis 2016 entsteht an der Lehrter Straße ein Neubau des SOS Kinderdorfs

Moabit. Der Bezirk hat das Grundstück in Erbpacht überlassen. Mit dem Aushub der Baugrube am 19. Januar haben die Bauarbeiten begonnen. 2016 will das SOS-Kinderdorf an der Lehrter Straße seine "Botschaft für Kinder" eröffnen.

Der geplante, rund 12,4 Millionen Euro teure Neubau für ein Bildungs- und Begegnungszentrum ist eng verwoben mit der Fusion zweier Einrichtungen des SOS-Kinderdorfs. Seit 1. Januar sind das Kinderdorf in Moabit und das Berufsausbildungszentrum in Wedding zum SOS-Kinderdorf Berlin verschmolzen. Leiterin von rund 160 Mitarbeitern, davon 70 in der Botschaft für Kinder, ist Kirsten Spiewack. Sie stand bisher dem SOS-Kinderdorf in Moabit vor. "Die Kräfte sollen besser gebündelt und den Menschen vor Ort soll ein noch vielfältigeres Angebotsspektrum vermittelt werden", begründet Spiewack die Fusion. Der Neubau zeige, dass Moabit mit seinen "unterschiedlichen sozialen Problemlagen" im Mittelpunkt des Engagements bleibe.

Auf dem Grundstück Lehrter Straße 66 entsteht ein siebengeschossiger Bau. Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Ludloff und Ludloff. In den Komplex ziehen voraussichtlich im Herbst 2016 neben der Verwaltung, dem Ausbildungsrestaurant "Rossi" und einem Informationszentrum für SOS International und den Verein SOS-Kinderdorf das Berufsausbildungszentrum mit seinen Ausbildungszweigen ein. Dazu werden aber nicht mehr die handwerklichen Ausbildungsgänge zum Friseur, Maler und Lackierer sowie die Ausbildung im Medienbereich gehören. Sie werden eingestellt.

In der "Botschaft für Kinder" finden künftig Platz ein Familiencafé, eine Tagesbetreuung mit etwa zehn Plätzen für Kinder von Müttern und Vätern, die eine Ausbildung im Berufsausbildungszentrum absolvieren, Tagungsräume für bis zu 240 Teilnehmer sowie 28 Gästezimmer.

Betrieben wird die Tagesstätte mit Beherbergung von einem dann neu gegründeten Integrationsunternehmen. Es will zwölf bis 15 Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen. Zusätzlich soll es für Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen sogenannte Reha-Ausbildungsplätze als Beiköche oder Fachpraktiker in der Hauswirtschaft geben.


Karen Noetzel / KEN
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