Taekwondo Verein sucht dringend Sponsoren

Vereinsgründer Sven Fröscher (vorne links) beim Training mit seinem ältesten und erfolgreichsten Schützling Adrian Paul. (Foto: Sylvia Richter)

Neukölln. Der wettkampforientierte Verein Taekwondo Elite Berlin hat viele erfolgreiche junge Talente. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, müssen die Sportler jedoch bald mit elektronischen Kampfwesten ausgestattet werden.

Es ist Donnerstag Abend, 19 Uhr. Während viele Kinder und Jugendliche jetzt vor dem Fernseher sitzen, beginnt das Training für die jungen Sportler des Vereins Taekwondo Eltite Berlin in der Sporthalle der Rixdorfer Grundschule. Im weißen Kampfanzug finden sich sie sich an drei Abenden in der Woche hier zum Training ein. Der jüngste in dieser Gruppe ist Mehdi. Seit zwei Jahren betreibt der Elfjährige hier Taekwondo, das wie kaum eine andere Sportart neben der körperlichen Fitness Disziplin, Fairness und Teamgeist fördert. Nur sehr ungern versäumt Mehdi ein Training: "Mein Sohn ist sehr unglücklich, wenn er mal nicht kommen kann", erzählt seine Mutter Astrid Drahotta. Glücklich ist der junge Sportler hier, weil er gefunden hat, was er suchte: " Wir sind ein sehr wettkampforientierter Verein", sagt der Trainer und Vereinsgründer Sven Fröscher. Der 41-Jährige kämpfte selbst zehn Jahre lang im Landeskader, wurde mehrfach Berliner, Ostdeutscher und Norddeutscher Meister im Vollkontakt-Wettkampf. Weil in den meisten Berliner Vereinen eher die ruhigere und mediative Disziplin des Formenlaufes im Taekwondo trainiert wird, entschloss sich Fröscher, einen eigenen Verein zu gründen. Schon zuvor hatte er mit eigenen Konzepten in Vereinen Kinder und Jugendliche trainiert. Mit zwei Mitgliedern ging er 2007 an den Start. Auch der heute 18-jährige Adrian Paul war dabei, der inzwischen viele Turniere gewonnen hat und mit zwei weiteren Vereinsmitgliedern im Bundeskader kämpft.

"Kein anderer Berliner Taekwondo Verein kann solche Erfolge vorweisen", meint Fröscher. Dennoch drückt ihn der Schuh. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, nehmen die Sportler an mehr als 20 Turnieren im Jahr teil. Die Treffer des Gegners werden dort mit Hilfe von elektronischen Westen ermittelt. Der Verein konnte sich für das Training bisher aber noch keine eigenen Westen leisten. "Unsere Mitglieder können so nicht mehr unter Wettkampfbedingungen trainieren und drohen den Anschluss zu verlieren", sagt Fröscher.

Zwei Westen mit Software würden etwa 2500 Euro kosten. Sponsoren, die den Verein unterstützen möchten, erhalten Infos unter tkd-elite-berlin.de.

Slyvia Baumeister / syri
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