Volkssolidarität stellt Bedingungen zur Übernahme des Klubs

Niederschönhausen. Die Zukunft der Seniorenbegegnungsstätte Stille Straße 10 ist weiterhin unklar. Einziger Interessent ist derzeit die Volkssolidarität.

Doch diese stellt Bedingungen für eine Übernahme. Ende Juni sollte die Begegnungsstätte, wie berichtet, geschlossen werden. Weil sich die Senioren damit nicht abfinden wollten, besetzten sie kurzerhand das Haus. Mit ihrer Aktion erzielten sie weltweite Aufmerksamkeit. In ihrer August-Sitzung beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), dass das Bezirksamt bei den großen Wohlfahrtsverbänden abfragen soll, ob einer von ihnen die Einrichtung übernehmen würde. Bereits vor dieser Entscheidung hatte die Volkssolidarität Interesse bekundet. Bis zum 22. September sollten nun alle Interessenbekundungen von Wohlfahrtsverbänden beim Bezirksamt vorliegen. Es blieb allerdings bei dem einen Interessenten. Im Finanzausschuss der BVV wurde deren Interessenbekundung ausführlich beraten. Die Volkssolidarität möchte nicht nur die bisherigen Angebote in der Stillen Straße 10 weiterführen, sie würde auch gerne die Einrichtung zu einem Mehrgenerationenhaus weiterentwickeln, erklärt die Vorsitzende der Volkssolidarität, Heidi Knake-Werner. Allerdings möchte die Volkssolidarität, dass der Bezirk einen Teil der Angebote mitfinanziert. Immerhin werden Angebote für den Bezirk gemacht. Das sehen die meisten Mitglieder des Finanzausschusses allerdings anders. Die Stille Straße 10 sollte gerade deshalb aufgegeben werden, weil der Bezirk kein Geld mehr für sie im Haushalt bereitstellen wollte.

Ob tatsächlich Verhandlungen mit der Volkssolidarität zur Übernahme der Begegnungsstätte aufgenommen werden, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Das Bezirksamt soll mit dem Träger der Wohlfahrtspflege Sondierungsgespräche führen. Am 18. Oktober will der Finanzausschuss erneut beraten. Die Senioren werden indes weiter im besetzten Haus ausharren. Damit sie das nicht in kalten Räumen tun müssen, wird die Heizung im Haus wieder angeschaltet. Dafür haben die Besetzer Heizkosten von circa 500 Euro zu zahlen. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich (Die Linke) unterstützte sie bereits mit einer Spende von 250 Euro. Weitere Spenden sind willkommen. Diese können auf das Konto der Club-Vorsitzenden, Doris Syrbe, Nummer 46422200 bei der Commerzbank Berlin, Bankleitzahl 12040000, Verwendungszweck "Stille Straße 10" überwiesen werden.


Bernd Wähner / BW
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