Am Schloßpark wird nicht asphaltiert

Pankow. Auf der Straße Am Schloßpark sollte das Radfahren erleichtert werden. Diese Intention hatten die Bezirksverordneten, als sie Ende 2012 einen entsprechenden Beschluss fassten.

Bislang müssen Radfahrer auf der Straße Am Schlosspark zwischen Crusemark- und Kavalierstraße über Kopfsteinpflaster radeln. Das ist vielen zu holprig. Sie weichen lieber auf einen Sandweg am Schlosspark aus. Das führt dazu, dass sich auf diesem Sandweg Radfahrer und Fußgänger in die Quere kommen. Deshalb empfahl die BVV, über das Kopfsteinpflaster eine Asphaltdecke zu ziehen. Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) musste den Verordneten jetzt allerdings mitteilen, dass dieser Beschluss nicht umgesetzt wird. "Mit dem Bau des Fernradwanderweges Berlin-Usedom wurde 2005 auch die Fahrbahn der Ossietzkystraße von Breite Straße bis Am Schloßpark in Asphaltbauweise erneuert. Die asphaltierte Weiterführung des Fernradwanderweges durch den Schloßpark bis zur Schloßallee und zur Pasewalker Straße war und ist so ausdrücklich gewollt", erklärt Kirchner.Die Bezirkspolitik hatte sich seinerzeit also bewusst gegen eine Asphaltierung der Straße Am Schlosspark ausgesprochen, sondern für die Asphaltierung des Radweges durch den Park. Unter Beachtung dieser Prämisse und der Tatsache, dass die vorgeschlagene Veränderung der Fahrbahnbefestigung in der Straße Am Schloßpark etwa 130 000 Euro kosten würde, sieht das Bezirksamt keinen Anlass, dort tätig zu werden, erklärt der Stadtrat. "Eine solche Ausgabe ist auch vor dem Hintergrund wesentlich dringlicherer Unterhaltungsmaßnahmen im Gesamtbezirk nicht zu rechtfertigen, handelt es sich doch hier um einen intakten Pflasterfahrbahnbelag."


Bernd Wähner / BW
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