Bezirkspolitiker wünschen sich einen städtebaulichen Wettbewerb

Pankow. Das Bezirksamt soll sich dafür einsetzen, dass für das Grundstück an der Breiten Straße 35/35a ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt wird.

Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Das vom neuen Eigentümer zu planende Bauvorhaben solle sich zum einen an der städtebaulichen Charakteristik des Pankower Angers orientieren, zum anderen müsse der Neubau auch unter Gesichtspunkten des Denkmalschutzes entstehen. Bis vor einigen Monaten stand auf diesem Grundstück südlich des Angers eine Kaufhalle. Diese war bereits vor Jahren geschlossen worden. Das Grundstück machte sich als "Schandfleck am Anger" einen Namen. Doch inzwischen bewegt sich etwas. Es gibt eine neue Eigentümerin. Erworben wurde das Kaufhallengrundstück Ende vergangenen Jahres von ANH Hausbesitz GmbH & Co. KG. Sie übernahm es von der HGL Pankow GmbH & Co. KG. Diese wollte die alte Kaufhalle ursprünglich abreißen. An ihrer Stelle sollte ein gewerblicher Neubau mit drei Geschossen entstehen. Die Pläne zerschlugen sich allerdings. Deshalb verkaufte sie. Anfang des Jahres wurde die alte Kaufhalle von der neuen Eigentümerin abgerissen. Das Grundstück liegt jetzt brach. Umgeben ist es von einem Bauzaun. Viele Pankower wundern sich, dass es hier nicht vorangeht. Doch das liegt daran, dass im Bezirksamt noch an einem Bebauungsplan für diesen Bereich gearbeitet wird. Solange dieser nicht beschlossen ist, kann die neue Eigentümerin auch nicht weiter planen. In diesem Bebauungsplan soll grob festgeschrieben werden, was auf dem Grundstück machbar ist. Damit dort etwas entsteht, mit dem auch möglichst viele Anwohner einverstanden sind, fasste die BVV außerdem den Beschluss, dass Anregungen von Bürgern in die Planungen mit einbezogen werden sollen.Ist der Bebauungsplan beschlossen, könnte dort in einem städtebaulichen Wettbewerb ermittelt werden, was auf der Fläche entstehen soll. Auch daran sollen die Anwohner beteiligt werden. Weil abzusehen ist, dass das Ganze noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird, setzt sich die BVV des Weiteren dafür ein, dass es eine Zwischennutzung gibt. Wie die aussehen könnte, das sollen weitere Gespräche mit der Eigentümerin ergeben.


Bernd Wähner / BW
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