Familie befürwortet die Benennung einer Bildungseinrichtung nach Autorin

Pankow. Der Bezirk möchte in geeigneter Form an eine der prominentesten Pankowerinnen erinnern, an Christa Wolf. Die weltbekannte Schriftstellerin war am 1. Dezember 2011 nach langer Krankheit gestorben.

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschloss, dass das Bezirksamt Vorschläge unterbreiten solle, wie an Christa Wolf erinnert werden kann. Die Biografie der Autorin sei untrennbar mit dem Bezirk verbunden, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Kulturstadtrat Torsten Kühne (CDU) machte gleich nach dem Beschluss klar, dass sich das Bezirksamt zunächst mit den Angehörigen abstimmen müsse. Sie müssten schließlich ihr Einverständnis geben. Deshalb wandte sich das Bezirksamt an die Familie. Im Namen der Familie antwortete nun ihr Ehemann Gerhard Wolf, berichtet Stadtrat Torsten Kühne den Bezirksverordneten. Dieser bedankte sich für die Bemühungen, seine verstorbene Frau im Bezirk Pankow würdigen zu wollen. "Er äußerte sich dahingehend, dass es durchaus im Sinne der Angehörigen wäre, eine Bildungseinrichtung nach seiner Frau zu benennen", erklärt der Stadtrat. "Ihm selbst wäre auch daran gelegen, das Haus Amalienpark 7, in dem das Ehepaar Wolf 25 Jahre gemeinsam lebte, entsprechend zu würdigen. In der nächsten Sitzung der Pankower Gedenktafelkommission wird daher die Anbringung einer Gedenktafel thematisiert und ein entsprechender Textvorschlag erarbeitet."

Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe geboren. Nach der Flucht vor den anrückenden sowjetischen Truppen fand die Familie 1945 zunächst in Mecklenburg eine neue Heimat. Von 1949 bis 1953 studierte Christa Wolf Germanistik in Jena und Leipzig. 1961 debütierte sie als Schriftstellerin mit ihrer "Moskauer Novelle". Seit 1962 ist sie als freie Schriftstellerin tätig. Mit ihren Büchern "Der geteilte Himmel", "Kassandra", "Kindheitsmuster" und "Kein Ort. Nirgends" wurde sie weltberühmt. Seit 1951 ist Christa Wolf mit dem Schriftsteller Gerhard Wolf verheiratet. Mit ihm lebte sie bis 1976 in Kleinmachnow, danach in Pankow.


Bernd Wähner / BW
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