Forschermobil startet an Klecks-Grundschule in die Saison

Sarah, Laura, Leonie und Celina untersuchten an Mikroskopen, unterstützt von Studentin Nancy Krause, die Beschaffenheit der Erde auf ihrem Schulgelände. (Foto: BW)

Pankow. Ihren Schulhof mal mit ganz anderen Augen entdecken - das konnten vor wenigen Tagen Schüler der Klecks-Grundschule. An der Brixener Straße 40 machte eine Woche lang das Humboldt-Bayer-Mobil Station.

Dabei handelt es sich um ein mobiles Naturwissenschaftslabor. Unterstützt von der Bayer-Stiftung wurde dieses Labor von Studenten der Humboldt-Universität auf- und ausgebaut. Damit fahren die Studenten im Frühjahr und im Spätsommer auf Schulhöfe, um mit Schülern zu experimentieren und bei ihnen den Forscherdrang zu wecken. "Auf das Projekt wurden wir im Internet aufmerksam", berichtet Schulleiterin Doris Wölfer. "Wir schickten eine Bewerbung ab und bekam die Zusage. Eine Woche lang konnten Schüler unserer 5. und 6. Klassen in die Rolle von Forschern schlüpfen."

Zunächst erfuhren sie etwas über Alexander von Humboldt und seinen Forscherdrang. "Danach hatte sich jede Forschergruppe einen eigenen Forscherauftrag überlegen", berichtet Nancy Krause. Die Biologie- und Chemiestudentin betreute die Schüler im Mobil gemeinsam mit drei Studentinnen aus naturwissenschaftlichen Fachrichtungen. Der Bandbreite der Forscheraufträge reichte von geologischen, biologischen, chemischen bis hin zu physikalischen Fragestellungen.

Eine Schülergruppe wollte zum Beispiel wissen, wie der Boden des Schulgeländes aufgebaut ist. Sie entschloss sich, eine Bodenprofiluntersuchung vorzunehmen. Eine andere Gruppe interessierte, wie laut es auf dem Schulhof und in den Klassenräumen ist. Sie nahm Schallmessungen vor. Weitere Schüler erkundeten, welche Tiere sich auf dem Schulgelände finden lassen, und wieder andere wollten das Alter der Bäume auf dem Schulhof bestimmen.

Jede Gruppe bearbeitete mit Unterstützung der Studenten ihren Forscherauftrag. Dazu konnte das hervorragend ausgestattete Humboldt-Bayer-Mobil genutzt werden. In dem 25 Meter langen Gefährt befinden sich fünf Forscherarbeitsplätze mit Mikroskop, Laptops und zahlreichen Materialien für den Außeneinsatz der jungen Forscher.

Am Ende eines jeden Projekttages gestalteten die Schüler eine Präsentation ihrer Forschungsergebnisse. So erfuhren dann auch die anderen Schüler mehr über naturwissenschaftliche Gegebenheiten auf dem Schulhof. "Weil wir kein Forschungsthema vorgeben, sind die Schüler ganz bei der Sache, wenn sie ihrer selbst gewählten Fragestellung auf den Grund gehen", erklärt Nancy Krause. "So gelingt es uns, das Interesse der Schüler am Forschen zu wecken."

Die Klecks-Grundschule war die erste, an der das Humboldt-Bayer-Mobil in diesem Jahr im Einsatz war. Noch gibt es bis zu den Sommerferien einige freie Termine. Schulen können sich dafür anmelden.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.humboldt-bayer-mobil.de.

Bernd Wähner / BW
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