Gesobau will endlich Wohnungen am Anger modernisieren

Pankow. Neben der früheren Kaufhalle waren sie das zweite Sorgenkind am Pankower Anger: die Gesobau-Wohnblöcke Breite Straße 28a-31h. Aber nun werden sie modernisiert.

Gebaut wurden die Wohnungen 1987. Seitdem ist an den Häusern kaum etwas gemacht worden. Entsprechend grau sehen sie aus. In das Gebiet um den Pankower Anger passte dieser Anblick nicht mehr so richtig. In den zurückliegenden Jahren sind dort zahlreiche alte Häuser saniert worden. Vor zwei Jahren war bereits schon einmal von der Gesobau die Modernisierung ins Auge gefasst worden. 89 Prozent der Mieter hatten der Modernisierungsankündigung zugestimmt, und auch die Bauanträge waren schon gestellt. Die Blöcke befanden sich im damaligen Sanierungsgebiet Wollankstraße. Von der Pankower BVV wurde dann aber eine Diskussion über sozial verträgliche Mieten nach der Modernisierung angestoßen. Ein Sozialplanverfahren für die Mieter sollte stattfinden. Mitten in dieser Diskussion zog die Gesobau die Notbremse. Die avisierten Mittel wurden in andere Vorhaben gesteckt, das Projekt Breite Straße verschoben. Inzwischen hat sich die Wohnungsbaugesellschaft des Projektes wieder angenommen. "Unsere Mitarbeiter sind mit allen Mietern durch deren Wohnung gegangen. Sie haben erläutert, was genau gemacht wird und wie die Modernisierung abläuft", so Lars Holborn, Prokurist der Gesobau für den Bezirk.

Inzwischen ist die Fassade bereits eingerüstet und von Bauplanen verdeckt. Sie wird nun neu gestaltet. "Dabei orientieren wir uns an der Umgebung", sagt Lars Holborn. "Wir nehmen zum Beispiel die Klinkerfassade des Rathaus-Centers auf. Der Rest der Gebäude wird zurückhaltend und hell gestaltet." In den Wohnungen selbst wird die komplette Haustechnik erneuert, die Bäder werden modernisiert und neue Fenster eingebaut. Als Modernisierungsumlage haben die Mieter eine Erhöhung der Nettokaltmiete von circa 60 Cent pro Quadratmeter zu erwarten, berichtet Holborn. In den Häusern sind zurzeit 17 Wohnungen unvermietet. Diese können danach endlich neu vermietet werden. Hier wird eine Nettokaltmiete von etwa 6,50 Euro erwartet. Mit dem Beginn der Arbeiten wird noch im November gerechnet.


Bernd Wähner / BW
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