Langzeit-Kunstaktion auf dem Pankower Anger geht in die nächste Saison

Seit wenigen Tagen steht das "Haus der Wächter" von Klaus Duschat auf dem Pankower Anger. (Foto: BW)

Pankow. Verwundert bleibt so mancher Pankower dieser Tage am Anger in der Breiten Straße stehen. Auf der Grünfläche vor der Kirche zu den vier Evangelisten steht eine neue Stahlskulptur.

Entworfen und gebaut wurde diese vom Künstler Klaus Duschat. Dieses Kunstwerk ist bereits die 17. Installation der Aktion "Kunst auf dem Dorfanger Pankow". Initiatorin ist die Kuratorin Christa Linneborn-Hoffmann. Mit dieser Aktion begann sie 1996. Auslöser war der Bildhauer Johannes Pfeiffer. Dessen Ziegelstein-Installation passte seinerzeit weder in die Galerie noch in den Skulpturengarten in der Parkstraße 7-9. Darum wandte sich die Galeristin an das Bezirksamt und regte an, das Kunstwerk auf dem Anger zu zeigen. Für ihre Idee erhielt sie prompt Unterstützung. Die Resonanz auf diese erste Aktion war so groß, dass Christa Linneborn-Hoffmann seitdem jedes Jahr Kunst auf dem Anger zeigen durfte. Zu sehen waren unter anderem Eisen- und Holzskulpturen sowie eine Gewölbeskulptur und ein "Kugelthron". Ihre Galerie hat Christa Linneborn-Hoffmann inzwischen aufgegeben. Aber das Bezirksamt entschied sich, die Kunstaktion auf dem Anger in diesem Jahr trotzdem fortzusetzen. Als Kuratorin stellt die frühere Galeristin nun den Kontakt zu renommierten Bildhauern her.

In diesem Jahr ist ein außergewöhnliches Kunstwerk von Klaus Duschat zu sehen. Der Künstler kam 1955 in Südafrika zur Welt und lebt seit den 70er-Jahren in Berlin. Er ist seit den Achtzigern Mitglied der Künstlergruppe Odious, die weit über Berlin hinaus bekannt ist. Beim "Haus der Wächter" handelt es sich um einen massiven Körper aus rostendem Stahl. Die Plastik lässt viel Raum für Assoziationen. Bis Ende Oktober 2013 bleibt das Kunstwerk auf dem Anger.


Bernd Wähner / BW
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