Finanziert werden soll das neue Angebot mit Ausgleichsbeträgen

Prenzlauer Berg. Auf der kürzlich neu eröffneten Spiel- und Grünfläche Hirschhof soll noch ein Spiel- und Nachbarschaftshaus entstehen. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Finanziert werden soll dieses Platzhaus in der Oderberger Straße 19 aus sogenannten Ausgleichsbeiträgen. Der Hirschhof liegt im Sanierungsgebiet Teutoburger Platz. Nach Aufhebung des Status als Sanierungsgebiet müssen Eigentümer für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke sogenannte Ausgleichsbeträge an das Land abführen. Diese fließen in den weiteren Ausbau der Infrastruktur. Ein Teil der Beträge aus dem Gebiet Teutoburger Platz soll in das neue Spiel- und Nachbarschaftshaus fließen, weil dem Bezirk im eigenen Haushalt dafür keine Mittel zur Verfügung stehen. Dass auf dem Hirschhof ein Platzhaus entstehen soll, war lange geplant. Vorgesehen war ursprünglich, die frühere Autowerkstatt, die zurzeit vom Bezirk verwaltet wird, umzubauen. Mit öffentlichen Mitteln sollte das Gebäude instand gesetzt werden. Damit das Platzhaus rasch eröffnen kann, hatte das Bezirksamt bereits einen Betreiber gesucht. Den Zuschlag erhielt der Verein Bürgersteig. Dieser erarbeitete mit der Bürgerinitiative Oderberger Straße ein Konzept. Mit den Aktivitäten im Platzhaus soll die Nachbarschaft gefördert werden. Außerdem sollen die Aktivitäten dazu beitragen, mögliche Konflikte zwischen Nutzern der Grün- und Spielplatzfläche und Anwohnern zu vermeiden. Die Bürgerinitiative Oderberger Straße und Anwohner favorisierten zwar einen Umbau der Autowerkstatt. Aber nach einem Gutachten vom August schlägt das Hochbauamt den Abriss des Gebäudes vor, weil es sich in einem schlechten Zustand befindet. Falls ein Abriss unumgänglich ist, soll das Platzhaus als Neubau errichtet werden, fordert deshalb die BVV. Die Mittel dafür sollten noch in diesem Jahr beim Senat beantragt werden. Der Senat wird nämlich noch in diesem Jahr die Aufhebungsverordnung für das Sanierungsgebiet Teutoburger Platz beschließen. In dieser muss das Spiel- und Nachbarschaftshaus als noch umzusetzende Infrastrukturmaßnahme festgeschrieben werden. Nach bisherigen Schätzungen ist mit einer Bausumme von 400 000 Euro zu rechnen.
Bernd Wähner / BW
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