Freizeiteinrichtung, Gymnasium und Turnhalle geplant

Prenzlauer Berg. Im Kiez Bötzowviertel stehen in den kommenden Jahren einige große Bauprojekte an. Diese skizzierten Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Grüne) und die Stadträtin für Jugend und Facility-Management, Christine Keil (Die Linke), kürzlich auf einer Informationsveranstaltung.

Das am weitesten gediehene Projekt ist der Neubau einer Kinderfreizeiteinrichtung an der Esmarchstraße 22. Bezirk und Kiezbewohner erhofften sich eigentlich ein größeres Gebäude. Aber der Senat legte einen Finanzrahmen von 750 000 Euro fest. "Deshalb können wir nur eingeschossig bauen", berichtet Stadträtin Keil. Anwohner regten an, gleich so zu bauen, dass später noch ein zweites Geschoss aufgesetzt werden könnte. Diese Idee sei zwar gut, so Keil, lasse sich aber nicht umsetzen. Wegen der notwendigen statischen Veränderungen würden sich die Baukosten erhöhen - und da würde der Senat nicht mitspielen. Die Einrichtung wird 2014 gebaut.

Des Weiteren soll in den nächsten Jahren eine vierteilige Sporthalle an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 6-9 gebaut werden. Diese entsteht im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des noch leer stehenden Schulgebäudes an der Pasteurstraße 7/11. In dieses Bauprojekt werden 30,7 Millionen Euro an Investitionsmittel des Landes Berlin fließen. Baubeginn ist für Oktober 2014 geplant, Eröffnung im September 2016.

Daneben beschäftigt die Kiezbewohner der geplante Neubau einer Baugruppe. Dieser soll dort entstehen, wo zurzeit der REWE-Markt ist. Er ist der große Nahversorger im Bötzowviertel. Sowohl das Handelsunternehmen als auch die Baugruppe wollen den Supermarkt erhalten. "Vorgesehen ist, dass der Markt ins Erdgeschoss einzieht", berichtet Stadtrat Kirchner. REWE machte aber deutlich, dass man den Standort aufgeben werde, wenn man für die Bauzeit aus dem Kiez verschwinden müsse. Kompromiss: REWE wird für die Zeit der Bauarbeiten ab 2014 in ein zeltartiges Provisorium auf der Werneuchener Weise umziehen. Für die Nutzung dieser Grünfläche zahlt die Baugruppe dem Bezirk zwei Jahre lang jeweils 100 000 Euro im Voraus. Diese Einnahmen wird der Bezirk in den Neubau zweier Spielplätze investieren.


Bernd Wähner / BW
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