Seniorenstiftung Prenzlauer Berg zieht prositive Bilanz

Sie fühlen sich wohl in den Einrichtungen der Stiftung: Seniorinnen und Gäste beim Neujahrsempfang im Haus in der Gürtelstraße 33. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Vor fünf Jahren konnte die Seniorenstiftung Prenzlauer Berg ihr letztes Haus einweihen. In der Gürtelstraße 33 entstand seinerzeit ein Neubau, der zu einem "Kompetenzzentrum für Menschen mit Hörschädigung" wurde.

Seitdem die Bauarbeiten an diesem sowie an den drei anderen Häusern abgeschlossen sind, befindet sich die Stiftung auf einem guten Weg. Darüber konnte der Vorstandsvorsitzende Wilfried Brexel vor wenigen Tagen auf dem Neujahrsempfang der Stiftung informieren. "Bei der Prüfung des medizinischen Dienstes im vergangenen Jahr konnten alle vier Häuser ein ,Sehr gut‘ erreichen", so Brexel. Die Sicherung und Verbesserung der Pflegequalität ist aber nur zu erreichen, indem die Mitarbeiter stetig qualifiziert werden. Bei der Aus- und Weiterbildung habe die Stiftung deshalb weiter kräftig investiert."Geborgen in guten Händen" lautet das Motto der Seniorenstiftung. Als sie 1996 an den Start ging, war das leider noch nicht so. Sie übernahm seinerzeit vier ehemalige Feierabendheime, die allesamt zu DDR-Zeiten als Plattenbauten errichtet worden waren. Vieles war inzwischen sanierungsbedürftig. Mit modernen Pflegestandards konnte man nicht mithalten.

Inzwischen hat sich viel getan. Mit Unterstützung des Bezirks wurden von 2000 bis 2004 die Häuser in der Gürtelstraße 32 und 32a sowie in der Stavangerstraße 26 umfassend saniert. Danach ließ die Stiftung das alte Gebäude in der Gürtelstraße 33 abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Dieser konnte 2008 eingeweiht werden. Unter den vier Häusern der Stiftung ist dieser Neubau eine Besonderheit. Er bietet eine spezielle technische Ausstattung für Menschen mit Hörschädigungen. Die Mitarbeiter sind besonders geschult und arbeiten mit HNO-Ärzten, Hörgeräteakustikern und Selbsthilfeverbänden zusammen. In Deutschland leben circa 80 000 gehörlose Menschen. Davon sind 20 Prozent älter als 65 Jahre. Für diese Zielgruppe gibt es aber bundesweit gerade einmal drei spezielle Alten- und Pflegeheime. Darüber hinaus ist eine Vielzahl von älteren Menschen mit Hörschädigungen nur in herkömmlichen Pflegeeinrichtungen untergebracht. Ihrer eingeschränkten Hörfähigkeit wird dort kaum Rechnung getragen.

Weitere Informationen gibt es unter 42 84 47 11 10 sowie auf www.seniorenstiftung.org.

Bernd Wähner / BW
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