Weißrussische Delegation besuchte Vorzeigeprojekt

Projektleiter Richard Häusler (links) und Lehrer Tobias Berger erklären Xenia aus der 4c der Homer-Grundschule, wie eine Wärmebildkamera funktioniert. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Das Projekt "Köpfchen statt Kohle" findet jetzt auch international Resonanz. Wie im Rahmen dieses Projektes Energie gespart wird, darüber informierten sich kürzlich Lehrer aus Weißrussland.

Denn auch dort möchte man in öffentlichen Gebäuden Energie sparen und Ressourcen schonen. Im Projekt "Köpfchen statt Kohle" sind seit drei Jahren Mitarbeiter der stratum GmbH im Auftrage des Bezirksamtes an Schulen unterwegs. Sie vermitteln Wissen, drängen aber auch auf technische Veränderungen. Das Projekt ist so erfolgreich, dass das Bezirksamt seine Laufzeit für fünf weitere Schuljahre verlängert hat. Zu den neuen Projekten von "Köpfchen statt Kohle" gehört zum Beispiel eine Lernwerkstatt "Energie". Die wurde an der Robert-Havemann-Oberschule eröffnet. In dieser können die Schüler Funktionsmodelle von Solaranlagen, Windrädern oder Modelle von Häusern mit Energiespeichern bauen. Des Weiteren können sie zum Thema Wärmeenergie oder Nutzung von Solarzellen experimentieren. So erhalten sie einen Einblick in Abläufe der Energiegewinnung und erfahren mehr über Möglichkeiten der Energieeinsparung.

Aber nicht nur an der Robert-Havemann-Oberschule erfuhr die weißrussische Delegation etwas über die Arbeit von "Köpfchen statt Kohle". Projektleiter Richard Häusler stellte auch das Energiesparprojekt an der Homer-Grundschule in der Pasteurstraße 10/12 vor. Dort kann zentral die Temperatur in den einzelnen Klassenräumen gesteuert werden. Diese Aufgabe am Computer übernehmen Energiemanager, zu denen sich Schüler der Klassenstufen drei bis sechs ausbilden ließen. Die Energiemanager sorgen beispielsweise dafür, dass in einem Klassenraum erst ab 6 Uhr geheizt, wenn der Unterricht um 8 Uhr beginnt. Bislang kam es vor, dass die Heizung schon nachts um 2 oder 3 Uhr ansprang. Wenn man die Gesamtheit der Maßnahmen auf alle Klassenräume und die Heizperiode hochrechnet, lassen sich durch passgenaue Temperaturregulierung immense Heizkosten sparen. Das begeisterte auch die weißrussischen Pädagogen. Bislang ist das Projekt "Köpfchen statt Kohle" an 17 Schulen des Bezirks aktiv. Vorgesehen ist, es in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Weitere Informationen gibt es auf koepfchenstattkohle.org.

Bernd Wähner / BW
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