Schöne Decke für die Friedhofskapelle Rahnsdorf

Die Restauratorin Erika Tröger leitet die Arbeiten. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Friedhofskapelle Rahnsdorf |

Rahnsdorf. Die Rahnsdorfer Friedhofskapelle wurde 2012 100 Jahre alt. Damals war die Außenfassade des Baudenkmals restauriert worden. Seit einem Jahr arbeiten die Restauratoren im Innern, jetzt begann der zweite Bauabschnitt.

Viera Kucera greift zur Heißluftpistole, erhitzt den alten Farbanstrich und schabt die lose Schicht mit dem Spachtel ab. Insgesamt vier Farbschichten müssen entfernt werden. „Die Decke wurde immer mal wieder anders gestrichen, mal braun, gelb oder weiß. Die Originalfarbgebung von 1912 war Blau, diese Farbe stellen wir auch künftig wieder her“, erzählt Erika Tröger, die leitende Restauratorin.

Insgesamt müssen 150 Quadratmeter Decke im Veranstaltungsraum und an der Musikempore der Kapelle von den alten Farbschichten befreit werden.

Jutta Bendix-Ulrich von der Bürgerinitiative Friedhofskapelle Rahnsdorf wohnt ganz in der Nähe. Dass macht es ihr leicht, fast jeden Tag nach dem Fortschritt der Bauarbeiten zu sehen. Die Bürgerinitiative teilt sich die Restaurierungskosten mit dem Bezirk. Weil nach der Außenrestaurierung 2012 kein Geld im Etat war, hatte der Bezirk zu Spenden aufgerufen. Seitdem sammelt Jutta Benedix-Ulrich Geld und veranstaltet in der Kapelle Lesungen und Konzerte. Der Reinerlös fließt in die Sanierung. Bisher sind so rund 25 000 Euro zusammen gekommen.

Bis September sollen die Deckenarbeiten erledigt sein. Der erste Bauabschnitt, die Restaurierung des Altarraums, konnte bereits Anfang des Jahres abgeschlossen werden. „Im kommenden Jahr sind dann Wände, Türen und der Fußboden dran“, sagt Jutta Benedix-Ulrich. Dafür werden 40 000 Euro gebraucht. Der Anteil der Bürger beträgt also 20 000 Euro. Erste Gelder sind schon wieder in der Spendenschatulle, mit einer Tombola beim Fischer- und Fährmannfest und einer Gesprächsrunde mit Walter Momper zum Mauerfall 1989 am 24. Oktober sollen die nächsten zusammenkommen. Beim Tag des offenen Denkmals am 13. September können sich Besucher von 12 bis 16 Uhr bei Harmoniummusik in der Fürstenwalder Allee 93 ein Bild vom Fortschritt der Restaurierung machen. RD

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