Kirchengemeinde Rudow feiert Richtfest für Gemeindezentrum

Die Pfarrer Christian Schulke, Michael Wicke und Stephan Krüger feierten mit der Gemeinderatsvorsitzenden Monika Sauermann Richtfest. (Foto: Sylvia Richter)

Rudow. Am 2. November feierte die Evangelische Kirchengemeinde Rudow das Richtfest ihres neuen Gemeindezentrums. Damit gibt es ab Mitte 2013 endlich einen Standort, an dem sich alle Generationen begegnen können.

Als die Glocken der alten Dorfkirche in der Köpenicker Straße mittags gegen 12 Uhr läuteten, war dies ein ganz besonderer Moment für die Mitglieder der Evangelischen Gemeinde Rudow. Nicht in der Kirche, sondern auf einem Baugerüst segnete Pfarrer Michael Wicke zum Richtfest das neue Gemeindezentrum in der Prierosser Straße 70. Seit November letzten Jahres wird dort gebaut. Die Gemeinde erhält einen mit Trennwänden ausgestatteten großzügigen Gemeindesaal, der für 199 Personen ausgelegt ist. Eine geräumige Küche und moderne Technik und Beschallungsanlagen schaffen zukünftig alle Voraussetzungen für Großveranstaltungen. Inzwischen steht der Rohbau, das Dach ist errichtet und die Heizung betriebsbereit. Zur linken Seite des Gemeindezentrums wird derzeit zudem ein mehrgeschossiges Gebäude errichtet. Auf 800 Quadratmetern finden dor zukünftig die Kinder der Gemeinde-Kita sowie Eltern-Kind-Gruppen Platz. Ein großer Bereich im Dachgeschoss ist ferner für die Gemeindejugend vorgesehen. Gegenüber wurde das denkmalgeschützte alte Pfarrhaus entkernt. In seinem Inneren erhält es ein neues Gesicht und einen behindertengerechten Zugang. Alle drei Gebäudeteile werden verbunden durch ein Foyer im Eingangsbereich. "Wir freuen uns sehr darauf, denn endlich können sich bei uns alle Generationen an einem Ort begegnen", sagt Wicke.

Bisher war eine Zusammenführung der verschiedenen Gemeindegruppen kaum möglich. Denn alles war auf vier Standorte verteilt: die Dorfkirche mit der Küsterei an der Köpenicker Straße, das Pfarrhaus mit Gemeindesaal im alten Gemeindehaus an der Prierosser Straße, die Kita an der Krokusstraße und das 1979 erbaute zweite Gemeindezentrum im Geflügelsteig. Letzteres soll erhalten bleiben. "Es würde sonst sehr eng bei uns werden", meint die Gemeinderatsvorsitzende Monika Sauermann. Die Kosten für das Bauprojekt sind mit etwa vier Millionen Euro veranschlagt, 360 000 Euro kommen aus dem Berliner Investitionsprogramm zum Ausbau der Kitabetreuung für unter Dreijährige. Mitte 2013 soll das neue Haus fertiggestellt sein.


Slyvia Baumeister / syri
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