Ausstellung im Jugend Museum

Schöneberg. Während der Teilung der Stadt waren zirka 190 Schöneberger quer durch alle Gesellschaftsschichten inoffizielle Mitarbeiter (IM) oder IM-Kandidaten des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Eine Ausstellung im Jugend Museum, Hauptstraße 40, bringt jetzt Licht in die Tätigkeit der Dunkelmänner. "Im Visier der Stasi - Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes rund um das Rathaus Schöneberg" gewährt einen Einblick in das Treiben der Stasi im Bezirk, der durch das Rathaus am John-F.-Kennedy-Platz als damals bedeutendste politische Institution West-Berlins für die DDR-Führung von größtem Interesse war.

Die Stasi ließ fotografieren, filmen und beobachten. Sie gab eine Entführung in Auftrag und beschäftigte Kriminelle. Besucher der Schau erfahren, in welchen Schöneberger Straßen Kontaktpersonen saßen.

Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Ausstellung ist noch bis zum 29. März 2015 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr.

Das Museum bietet nach Anmeldung jeweils montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr auch Workshops für Schulen an, 902 77 61 63, E-Mail: mail@jugendmuseum.de. Der Eintritt ist frei.

Karen Noetzel / KEN
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